Manchmal ist das so: Man bastelt am Blog herum, das Erscheinungsbild erscheint überholungsbedürftig, und während das ganze Form annimmt, stolpert der nächste Gedanke durch den Hirnkasten: Was macht man mit dem Blog?

Also, damit hier keine Missverständnisse aufkommen: Das Blog an und Pfirsich steht definitiv nicht zur Disposition. Bloggen erfüllt macht Freude, ganz klar. Allerdings gibt es keine Verordnung, die vorschreibt, was man mit seinem Blog zu tun oder zu lassen hat. Zunächst hatte ich “geBILDet” als reines Fotoblog gedacht. Mein vor einigen Jahren eingerichtetes Minimal-Foto-Blog wies (und weist noch immer) Zugriffszahlen auf, die mich echt überraschen. Keine neuen Einträge seit Ende 2007, und trotzdem wurden (und werden) die Tutorials dort rege nachgefragt. (Habe gerade mal dort nachgeschlagen: 86 Zugriffe heute, 82 gestern. Für ein “Stiefkind” nicht so übel.) Folgerichtig habe ich die hier mit hineingeschubst.

Später folgte die Veröffentlichung der Code-Veränderungen. Sicher, eine Kommentar-Explosion ist hier nicht zu vermelden, aber es gab immer mal Email-Nachfragen, wie denn das ein oder andere Feature bewerkstelligt werden kann. Ich bat meinen Jüngsten, eine “Kreatur” zu entwerfen, die als Co-Autor die PHP-/CSS-/HTML-Belange übernehmen sollte. Hechelbach war geboren, die Lebensgeschichte rasch gestrickt. Der Name flitzte mir spontan durch die Hirnwindungen. Erst später realisierte ich, dass es Hechelbach wirklich gibt: Es ist Teil der Marktgemeinde Obernzenn im Landkreis Bad Windsheim/Neustadt an der Aisch, 40 Kilometer von Nürnberg entfernt. Liegt somit in Mittelfranken. Auch gut.

Nun, im Zuge des Re-Designs, stand ich vor der Frage: Ist das alles? Fotos, Tutorials, Codeschnippsel? Ein Sprachblog schwebt mir schon lange im Kopf herum. Ein eigenes Weblog dafür einrichten oder es hier mit hineinpferchen — das war nun die Frage. Kann “geBILDet” das auch abdecken? Ja, es kann. Dass sich der Titel nicht von der größten Tageszeitung Deutschlands ableitet, deren Konsum pro Ausgabe etwa 38 Minuten Lebenszeit vernichtet, sollte allen spätestens dann klar werden, wenn sie in diesem Auftritt herumstöbern. BILD steht in diesem Fall als Synonym für “Foto” und ist durch die Großbuchstaben hervorgehoben. Und, natürlich steht die Boulevardzeitung einem wahrlich “gebildeten” Gesamterlebnis diametral entgegen.

Eine Weile haderte ich mit dem Titel dieses, meines Blogs. Für die Erweiterung der Inhaltspalette und den Blick über den Tellerrand der Fotografie hinaus passt es nun aber irgendwie, zumal Bildung eines der höchsten Güter ist.

Also, auf zu neuen Ufern! Links und rechts des Fotostroms gibt es genügend Plätze, die abgegrast werden können. Und ich verspreche hier eine große Bandbreite. Was genau aus meiner Sicht eine große Bandbreite ist? Die Twitter-Gemeinde, Dieter Bohlen, Eduard Möricke, George W. Bush, Smashing Pumpkins, Shakespeare und Uwe Seeler. Um nur ein paar Beispiele aus der Hosentasche zu kramen.

Ich bin gespannt, was daraus wird. Ach, eines noch: Das Ganze natürlich ohne Anspruch auf irgendwas. Weder möchte ich mir Inhalte anderer zu eigen machen, noch erhebe ich Anspruch auf Vollständigkeit. Es kommt, wie es kommt, und es soll in erster Linie unterhalten, zum Nachdenken anregen oder mit Widerspruch überschüttet werden. Und wenn der ein oder andere Leser für den Smalltalk auf der nächsten Party, das Streitgespräch mit dem Nachbarn oder den Gruß an die Frau Mama etwas findet, das nützlich sein könnte, na, umso besser.

In diesem Sinne…

Bookmark and Share

Kommentieren

mein Flickr

By Erik Rasmussen
Translator
German flagItalian flagPortuguese flagEnglish flagFrench flagSpanish flagDutch flagDanish flagFinnish flag
Polish flagSwedish flagNorwegian flagGalician flag     
By N2H