Steckbares für die Wortpresse — WordPress und seine PlugIns (1)

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Veröffentlicht in: WordPress, andere Mätzchen

Plug-Ins, diese sehr sehr nützlichen kleinen Dinger. Für die Seitenleiste werden die kleinen Zusatzprogramme auch Widgets genannt. (Letztlich sind sie nicht sehr viel anders, von der Funktion her sind es auch relativ kleine Code-Abschnitte, die halt bequem und GAI*-sicher in der Seitenleiste untergebracht werden; dafür muss nicht extra im Quelltext des Themes herumgepult werden. Schließlich ist Pulen im Code nicht jedermanns Sache.)
Einige Plugins haben eigene Widgets an Bord, um etwas in der Seitenleiste ausgeben zu können. Dazu ein Beispiel: Das Plugin “StatPress” erfasst unter anderem, welche Seiten wie oft besucht wurden. Über ein Widget in der Seitenleiste kann der bloggende Mensch dann beispielsweise diese Ergebnisse veröffentlichen. Ein weiteres Beispiel: Akismet (siehe unten) filtert Spam-Kommentare heraus — in einem Widget kann dann die Anzahl des gefilterten Spams bekannt gegeben werden.

Plugins oder Widgets machen das Leben eines Bloggers mit WordPress erheblich leichter. Der Funktionsumfang des Blogs wird (je nach gewählten Plugins teilweise oder ganz erheblich) erweitert. Viele dieser Add-Ons funktionieren “out of the box”, wie der Franzose sagt, also “direkt aus der Kiste”. Bei einigen muss ein wenig Hand angelegt werden, aber die Urheber solcher Schnippsel geben darüber meist recht detailliert Auskunft.

Es gibt viele Blogger, die ihre Erfahrungen mit Plugins und Widgets gerne weitergeben. Hier mal ein paar Beispiele, quasi als Inspiration und Warm-Up:

Teil 1

der Plugins und Widgets auf dieser Seite.

Nicht alles, was existiert, ist für jeden Blog gleichermaßen geeignet. Weder erhebe ich Ansprüche auf Unfehlbarkeit, noch schwelge ich in Absolutheitsphantasien. Ich blogge jetzt ein Vierteljahr mit WordPress (vorher habe ich mit BetaBlogger gearbeitet). Ich bin noch immer begeistert von den Möglichkeiten dieser Plattform. Und nachdem ich endlich mein Theme “environment” so habe, wie ich mir das vorgestellt habe, geht es jetzt verstärkt ans Feintuning mit Plugins und Widgets**.

Was ich für unabdingbar erachte

Akismet:
Einer der effektivsten Spamfilter überhaupt. Hat hier schon reichlich Spam rausgefischt. Aber: Der rechtliche Rahmen des Einsatzes scheint in Deutschland unsicher zu sein. Das Problem: Es werden, damit die guten Kommentare ins Töpfchen kommen, die schlechten aber ins Spam-Nirvana geschickt werden können, Daten an einen Server in den USA geschickt. Dieser gleicht bestimmte Parameter ab, speichert diese, aber der Akismet-Benutzer hat darauf keinen Einfluss und weiß auch nicht genau, was wie lange warum gespeichert wird. (Details bei Datenwachschutzblog.) Aus meine rErfahrung mit dem Plugin kann ich aber sagen, dass es sehr zuverlässig filtert und einem Kommentare wie diesen effektiv vom Hals hält. Bei allen rechtlichen Bedenken: Ich verwende ihn weiterhin, werde aber einen deutlichen Hinweis auf den Datenschutz setzen.

All-in-one-SEO Pack:
SEO — das Kürzel steht für Search Engine Optimization, also Suchmaschinenoptimierung. Mal Hand aufs Herz: Wer etwas in seinem Blog veröffentlicht, möchte auch gelesen werden. (Wahlweise gehört oder gesehen, wenn es sich um Podcasts, Musik oder Bilder handelt.) Zwei Besucher am Tag machen den Blogger-Kohl nicht fett. Da hilft so ein Plugin, dass einem weitgehend die Arbeit abnimmt, schon echt weiter. Man kann aber, wenn gewünscht, gehörig an der Optimierungsschraube des Optimierungstools drehen. Wobei Kenntnisse der englischen Sprache dafür unabdingbar sind.

Exec-PHP:
PHP ist quasi der Motor aller dynamischen Webinhalte. Wie jeder, der lesen kann, unschwer wird erkennen können, besteht so ein WordPress-Theme zu einem Großteil aus .php-Dateien, flankiert von .css, also Cascading styling sheets, welches den Design-Ton angibt. Will man nun ein Fitzelchen PHP in Artikel und/oder die Seitenleiste einbauen, so wird man ohne Exec-PHP kläglich schietern scheitern: Da verweigert WordPress in der Standardversion jedwede Zusammenarbeit. Mit diesem Plugin aber ist das einfach: PHP-Code schnappen, einfügen — und schon läuft die Geschichte. Die einfachen kleinen Text-Widgets werden plötzlich zu mächtigen Werkzeugen.

Warnung bei installiertem ExecPHP im Kopf des Editors

Warnung bei installiertem ExecPHP im Kopf des Editors

Aber Vorsicht: WordPress hat ja auch diesen WYSIWYG***-Editor. Soll beim Schreiben helfen, die Struktur und das spätere Aussehen des Eintrags zu erfassen. Für PHP-Code jedoch ist dieser Editor sehr gefährlich. Aber sind wir mal ehrlich: Sah Ihr Artikel jemals nach der Veröffentlichung so aus wie im Editor? Nein? Na, dann brauchen wir ihn wohl auch nicht.
Er kann dem ungeübten Anwender sicherlich eine gewisse Hilfe sein, die ungefähre Struktur zu erfassen, aber er ist entbehrlich. Für dieses Plugin ist er sogar tödlich, zumindest für den PHP-Code. Der ist dann ratz, fatz weg, wenn man einen Artikel aus der WYSIWYG-Oberfläche (die bei WordPress “grafisch” heißt) heraus speichert. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass man durchaus zwischenzeitlich mal in die grafische Ansicht wechseln kann, wenn man nur nicht vergisst, vor dem Speichern in den HTML-Editor zurückzukehren — manche Schaltflächen (zum Beispiel die für Unterstreichungen) gibt es im HTML-Editor nicht.

Das mit den fehlenden Schaltflächen kann man aber abstellen — mit dem Plugin AddQuicktag, mit welchem es im nächsten Teil weiter geht.

Ein abschließender persönlicher Dank geht an Cindy, dass sie mir beim Suchen geholfen hat: Auf die Idee, in der Suchmaske der blogwiese mal den Namen des Plugins, welches sie verwendet, ich suchte, aber immer nur in der falschen Version in die Finger bekam, einzugeben, bin ich mit meinem Brausekopf nicht gekommen.

* GAI = Größter anzunehmender Idiotenanwender.

** Widget wird, LEO folgend, übrigens mit “Dingsbums”, “Mätzchen” oder “Vorrichtung” übersetzt. Auch nicht aussagekräftiger als die englische Bezeichnung. Bezeichnenderweise war der erste (Unter-)Titel meines Blogs “kunstgriff bloggt fotos und andere mätzchen”. “Andere Mätzchen” hat sich bis heute auch als Kategorie-Synonym für “Verschiedenes” erhalten.

*** WYSIWYG: Steht für “What you see is what you get”. Frei übersetzt: Guckste schon beim Schreiben, wie’s später aussieht.

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4 Kommentare zu „Steckbares für die Wortpresse — WordPress und seine PlugIns (1)“

  1. [...] In Teil 1 wurden Akismet, ExecPHP und All-in-one-SEO-Pack vorgestellt. Auch die, die nun folgen, halte ich inzwischen für unverzichtbar. Die Widgets und Plugins hier bei geBILDet [...]

  2. [...] ist der 3. Teil der kleinen Serie über die Widgets und Plugins in diesem Blog. Teil 1 behandelte Akismet, ExecPHP und All-in-one-SEO-Pack, Teil 2 AddQuicktag und Google XML Sitemap und Landing [...]

  3. Frosch sagt:

    haette ich das mal vorher gelesen!

Antworten


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