Archiv für 10. April 2009

Teil 3

der Serie über die Plugins und Widgets in diesem Blog

Dies ist der 3. Teil der kleinen Serie über die Widgets und Plugins in diesem Blog. Teil 1 behandelte Akismet, ExecPHP und All-in-one-SEO-Pack, Teil 2 AddQuicktag und Google XML Sitemap und Landing Sites.

Flickr Badge Widget:
Mit diesem Widget können Sie Fotos von Flickr als animierte Miniaturen in der Seitenleiste darstellen. Sie brauchen dafür Ihre Flickr-ID.
Haben Sie die gerade weder zur Hand noch im Kopf, hilft Ihnen diese Adresse (idGettr – Find your Flickr ID). Wie für reine Sidebar-Widgets üblich, nehmen Sie die Einstellungen direkt, nachdem sie das Widget in die entsprechende Seitenleiste gezogen haben, vor; im Optionsfenster können Sie die Größe und Verhalten der Vorschaubilder, eventuelle Schlüsselwörter sowie die Anzahl der Reihen und Spalten festlegen.
Ganz oben in der linken Seiten-(bzw. Fuß-) Leiste können Sie Flickr Badge Widget in Aktion sehen.

Flickr Tag:
Auch dieses Plugin kümmert sich, wie der Name bereits andeutet, um Flickr-Bilder, genauer: Um deren Anzeige in den einzelnen Einträgen. Dem Kopf des Editors wird ein neues Symbol im Flickr-Design hinzugefügt (zwei unterschiedlich gefärbte Kreise, die rechts neben “hochladen/einfügen” erscheinen; vgl. Abbildung des HTML-Editors in Teil 2). Beim Klick darauf öffnet sich ein PopUp-Fenster, wo die einzufügende Bilddatei (oder ein Set von Bildern) festlegen können. Auch persönliche Favoriten anderer Benutzer sind einfügbar.

DoFollow:
Eine simple Methode, dem NoFollow von WordPress entgegenzuwirken. Was ist NoFollow? Dazu einige Links (hier, hier). Den WordPress-Entwicklern ging es in erster Linie wohl um die Abwehr von Spam, aber dagegen helfen Filter (wie Akismet, vgl. Teil 1 der Serie oder Antispam Bee, siehe unten) sowie die Moderation von Kommentaren, entweder schon vor deren Veröffentlichung oder im Anschluss. Das No Follow-Attribut ist definitiv nicht (mehr) notwendig, aber es lässt sich nirgends im Dashboard von WordPress abstellen. No Follow steht einer der Grundideen des Netzes, sich miteinander zu verbinden, dimetral entgegen! Und No Follow ist unfair.
Dieses Plug-In verschafft Abhilfe. Einfach bei “I summon one kimm”, der Seite des Autors, die Datei dofollow.php herunterladen und ins Plug-In-Verzeichnis schieben, aktivieren und die Einstellungen vornehmen.
Aber Achtung! Es wurde an verschiedenen Stellen über Inkompatibilitäten mit WordPress 2.7.1 berichtet. Daher unbedingt die neueste Version 4.0 verwenden.

Antispam Bee:
Beim Schreiben des Artikels No1. begann ich, mir über die eingesetzten Plug-Ins und Widgets genauer Gedanken zu machen. Ich wollte sie nicht einfach nur hier listen, sondern auch Hintergrund und Einstellungen beleuchten. Über die rechtliche Problematik beim Einsatz von Akismet bin ich im Zuge der Recherche erst gestolpert, stieß aber gleichzeitig immer wieder auf Antispam Bee als Alternative. Es läuft erst kurze Zeit, daher steht eine Bewertung noch aus. Erfahrungen von anderen Bloggern sind aber durchweg positiv.

Ergänzung 15.4.09: Antispam Bee funktioniert ganz hervorragend und filtert zuverlässig Spam heraus!

Frauen haben ja eine unglaubliche Affinität zu Schuhen. Erreichen ekstatische Zustände. Schuhe scheinen die Endorphinausschüttung erheblich ankurbeln zu können, und das Limbische System schlägt Purzelbäume. Ganze Buslinien mussten schon als überfüllt gemeldet und Sonderbusse eingesetzt, Bürgersteige im Verkehrsfunk als unpassierbar bezeichnet werden, weil sich marodierende Frauengruppen, bis an die Zähne sowie die Grenze dessen, was ein einzelner Mensch zu tragen vermag, mit überdimensionierten Schuhtüten bewaffnet ihren Weg bahnen.

Die neuen Schuhe

Die neuen Schuhe

Die Calceuphilie* ist — diese Vermutung liegt nahe — genetisch bedingt. Vermutlich liegt der Lokus dafür auf einem der beiden, das Geschlecht auf “weiblich” setzenden X-Chromosomen. (Ich weiß, wir erblicken zunächst alle nach dem Morula-Stadium als Mädchen das Dunkel des mit Fruchtwasser gefüllten Uterus, bevor in uns Jungs das Y-Chromosom das Regime übernimmt und der Johannes** wächst.)

Im Laufe meines Lebens habe ich neben einigen anderen auch diese Erfahrung gemacht:

Zeige mir deine Schuhe, und ich sage dir, wer du bist.

Ich gestehe, dass Schuhe auch in meinem Leben eine gewisse Rolle spielen. Schuhkauf ist eine der Anschaffungen, die wohl überlegt sein wollen. Das Hemd kann auch mal suboptimal sein, aber Schuhe spielen eine erhebliche Rolle und werden unter normalen Umständen nicht leichtfertig gekauft. Sind quasi ein Spiegel der Seele.

Wie dem auch sei: Der gestrige Tag war in Hamburg ein strahlender: Sonne satt, der HSV hat im Europa-Cup gewonnen, und meine Frau den Konsumklimaindex nach oben geschraubt. Wie so oft fing es sehr harmlos an: “Schatzhasimausipups***, kann ich wohl kurz mal in den Schuhladen huschen und mich ganz kurz umsehen?” Wir alle kennen Mario Barth, der uns das Wörterbuch “Deutsch – Frau / Frau – Deutsch” hinterlassen hat. Ich hatte es nicht dabei, aber die Alarmglocken hätten schrillen müssen. Sie taten es nicht, das innere Notsystem schwieg sich aus, war vielleicht auch angesichts des Wetters in einer Art Trancezustand. Jedenfalls gelang es meiner Frau, mit meiner Zustimmung für gefühlte drei Tage im Bauch eines Hamburger Schuhgeschäftes zu verschwinden. Ich mit meinen derben Prellungen kann derzeit nichts tragen, das erinnerte sie offensichtlich, denn als der Laden sie wieder ausspuckte, hatte sie nur zwei Paar Schuhe gekauft.

Was Männer in der Zwischenzeit machen, wissen Sie ja vermutlich: Es bewegt sich zwischen anfänglichen Zustimmungs- oder Ablehnungsritualen (die allesamt weitgehend ignoriert werden), nervösem Auf- und Abgehen, dumm aus der Wäsche gucken, Zigaretten rauchen und Beine in den Bauch stehen. Im speziellen Fall kam noch Kinderanimation Löwenbändigung hinzu.

Bis heute entzieht es sich meiner Kenntnis, warum Erotikgeschäfte für Frauen (Schuh-, Parfümerie- und Klamottenläden) und für Männer (Baumärkte, Fachgeschäfte für Unterhaltungselektronik, Autohäuser, Fahrradläden) räumlich immer voneinander getrennt sein müssen — und zwar mit größtmöglichem Abstand. Lägen sie direkt beieinander, könnten zahlreiche Beziehungsprobleme schon im Keim erstickt werden. (Vielleicht sollte das mal gesetzlich geregelt werden. Verehrte Legislative, ich sehe hier dringenden Handlungsbedarf!) Männer kaufen halt anders ein als Frauen. Ein Naturgesetz. (Ein weiteres finden Sie übrigens hier.)

Warum, werden Sie sich fragen, warum nur trägt dieser Eintrag den Titel “Atemlos“?
Nun, kaum waren wir wieder zuhause, machte etwas in meiner Frau dicht. Nein, wir hatten keinen Streit, und die Schuhe, die sie unter Aufwendung erheblicher Lebenszeit käuflich erworben hat, finden auch meine Zustimmung. Ohne Einschränkungen. Ob es der Preis der Schuhe war, der ihre Bronchien verengt hat, vermag ich nicht zu sagen, aber sie litt jäh und ganz akut unter Atemnot. Asthmatische Bronchialkonstriktion. Als die KV-Notärztin eintrudelte, lag die Sauerstoffsättigung bei 93% — der Referenzbereich liegt sonst bei 95-98%. Zwei Hübe Sultanol brachten sie ratz fatz wieder ins Lot. Binnen weniger Minuten war das pulmonale Giemen verschwunden, der Allgemeinzustand besserte sich, auch die Gesichtsfarbe sprang wieder auf rosig-gesund um.

Und so fand der Tag ein durchaus versöhnliches Ende.

* Calceuphilie: Neologismus, generiert aus dem lateinischen Wort “Calceus” [Fußbekleidung, Schuh] und dem griechischen “-philie” [Vorliebe, Neigung].

** Johannes: Dem (leider oder Gott sei Dank) unwahren Satz: “Wie die Nase eines Mannes, so sein Johannes” entlehnte Bezeichnung des männlichen Genitals.

*** Nein, so nennt meine Frau mich nicht wirklich, aber über den echt verwendeten “Kose”-Namen möchte ich aus verschiedenen Gründen das Mäntelchen des Schweigens decken.

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By Erik Rasmussen
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