Archiv für 11. April 2009
Wo in einigen der letzten Einträge das Wort “Arsch” gefallen ist, und wir uns gerade mit Ostern herumschlagen müssen, wünsche ich, einer abendländisch-christlichen Tradition folgend, frohe welche.
Das Bild ist nicht von mir, aber es ist mächtig gut. Und es erschließt sich auch der Zusammenhang zwischen “Arsch” und Ostern. (Denn der liegt ja nun nicht zwangsläugfig auf der Hand.)

[Quelle -- ich hab's mal auf meinen Account überspielt, um die Ressourcen der Quelle hinsichtlich der Bandbreite nicht zu strapazieren.]
… aus dem… ach nein, mein Sohn sagte, dieses Wort dürfe nicht benutzt werden. Recht hat er. Andererseits finden wir das Wort vielfach in der Literatur, auch bei jenen, die unser Bild von der Nation der Dichter und Denker mitbegründet haben.
Bei Johann Wolfgang von Goethe beispielsweise im dritten Aufzug des Schauspiels Götz von Berlichingen: „Er aber, sag’s ihm, er kann mich im Arsche lecken!“. Also doch salonfähig. Eigentlich ist es ja auch scheißegal, irgendwie.
Dieses Attribut trifft nun aber nicht auf die Wahl dieses Blogs als “Blog des Monats” zu. Ganz und garnicht. Eine der geliebten geschätzten geliebten Blog’N'Roll-Mitgliederinnen, Johanna Sez, hat das nämlich so entschieden. Wenn einem mir da nicht die Sonne aus dem Arsch scheint, ja, wann denn dann?
Ist auf jeden Fall einen Sandemann Medium Dry Sherry wert, den ich gerade hinter die Binde kippe genussvoll zu mir nehme. Besondere Momente verdienen das!
Da bedanke ich mich noch einmal mit einem angedeuteten Handkuss in Richtung des Fräulein Sez, die eigentlich ganz anders heißt und neben Johanna noch einige Vornamen ihr eigen nennt (und diese vermutlich in ihrem Schatzkästlein aufbewahrt). Ich möchte diesen Eintrag schließen mit einer ausdrücklichen Lese-Empfehlung: Das Blog von Johanna gehört zu meinen absoluten Favoriten. (Und ich sage das nicht, weil sie geBILDet in den Blogosphären-Adelsstand gehoben hat, sondern weil’s schon genau so hinkommt.)
In diesem (und jedem anderen) Sinne…
Kai, der StyleSpion, rief auf, die Schreibtische herzuzeigen. Nun, da habe ich ein, zwei Probleme: Tatsächlich existiert ein Schreibtisch, aber der ist umbaubedingt ein chaotischer Platz. Allerdings haben wir einen riesigen Tisch im Wohnzimmer, einen Multifunktions-Familien-Tisch. Der Große macht daran seine Hausaufgaben, der Kleine tut zumindest so, weil Vorschüler ja keine Hausaufgaben machen müssen, des Bloggers Frau lernt für ihre berufliche Zusatzqualifikation, und ich bereite meine Uni vor und nach und die Unterrichte in der Berufsschule ebenfalls. Und Bloggen kann ich da natürlich auch ganz vorzüglich.
Die Situation in der warmen Jahreszeit stellt sich allerdings meist gänzlich anders da: Das Leben findet draußen statt. Die akutelle Wetterlage lädt ja nachgerade dazu ein, den Schoßaufsatz an die frische Luft zu befördern. (Und diese Stäbchen, die vorne angezündet werden und die dann durch Sog immer kleiner werden und die viel Geld kosten und impotent machen und Lungenkrebs verursachen und qualmen und stinken, die kann man dabei auch gut verkonsumieren.)
Also gibt es zwei Versionen des Arbeitsplatzes: Einmal die rauchfreie, regen- und windsichere Indoor-Variante
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und die inspirierende, kräftige Sauerstoff- und Feinstpartikel-Inspirationen ermöglichende Outdoorvariante.
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Beide habe ich der Flickr-Gruppe “StyleSpion.de – Zuhause bei Besuchern” hinzugefügt. Beide sind mir ans Herz gewachsen, und mobilen Rechnern sei dank auch in Windeseile, fast in Echtzeit, zu wechseln. (Je nach Witterung, Temperatur und persönlichem Gusto.) Manche Vorhaben lassen sich natürlich nur am ernsthaften Arbeitsplatz realisieren, Scannen beispielsweise, aber prinzipiell brauche ich nur meinen ridikulös kleinen Eee und mich. Allerdings sehe ich der Umgestaltung des dauerhaften Arbeitsplatzes — mit einem etwas neidvollen Blick auf den “Schreibtisch *beta” von Kai — erwartungsschwanger entgegen.
“Der Richtige wird trotzdem denken, dass dir die Sonne aus’m Arsch scheint.”
[Junos Vater in einem Gespräch mit seiner Tochter über den richtigen Menschen im Leben, der allen Widrig- und Äußerlichkeiten zum Trotz stets zu einem hält. Juno, USA/Canada 2007]















