Wie fängt man so einen Artikel an? Mit Martins Blogparade bei Kwerfeldein.de? (An der ich aus verschiedenen Gründen nicht teilgenommen habe. Doch dazu später mehr.) Oder doch besser mit Felks subjektiver Sicht auf die paradieren Blogs bei den fotoleuten? Oder vielleicht mit der Frage, wann ein Fotoblog ein Fotoblog ist? (Zitat bei den fotoleuten: “Nicht mal die Frage ist geklärt, ob ein Fotoblog über Fotos und Fotografie berichten muss.“)
Ähnliches trieb mich um in der letzten Zeit. Eine Frage — immerhin! — habe ich vor einiger Zeit für mich geklärt: Ist hier Platz für mehr als Fotos? Darf ein Blog, das als reines Fotoblog gedacht war, mehr als Fotos thematisieren? Warum diese Selbstbeschränkung, schoss es durch meine Hirnwindungen, warum nicht eine Ausweitung? Genau das habe ich gemacht. Vom Foto- zum Kunstblog, mit Zitaten, die nicht an jeder Ecke zu finden sind, garniert mit Darstellungen, wie und mit welchen Mitteln das hier entstanden ist, welche Plugins sich tummeln und wo Schwierigkeiten lagen. Ein Allrounder, wenn man es genau betrachtet, eine eierlegende Wollmilchsau. (Und obschon die Fotografie natürlich nach wie vor eine zentrale Rolle spielt, betrachte ich geBILDet nicht mehr nur als Fotoblog — und habe mich unter anderem deshalb nicht an der Fotoblog-Parade beteiligt.)
Wichtig waren und sind für mich die Hilfestellungen für Anfänger der Fotografie. Übersichtlich, verständlich, effektiv. (Ich hoffe, diesem Anspruch gerecht geworden zu sein. Die Zugriffszahlen sind auf jeden Fall hoch — der Bedarf ist offensichtlich da.)
- Wie arbeiten Blende und Zeit zusammen?
- Welche Auswirkungen haben verschiedene Brennweiten und Kameraeinstellungen auf die Schärfentiefe? Und was genau ist das?
- Was ist der Goldene Schnitt?
- Dazu die kleine Serie über die Landschaftsfotografie ([1], [2], [3], [4].
Mit diesen Themen habe ich mich vor über 20 Jahren befasst, als ich meine erste Canon-Spiegelreflex, die AE-1, in den Händen hielt. Das Netz als dankenswerte Ressource gab es noch nicht, also las ich Fotobücher, um hinter die Geheimnisse zu kommen, belegte einen Kunst-Wahlpflicht-Kurs “Fotografie” — und probierte einfach viel aus. All das, nebst aktuellen Entwicklungen, steckt in den Artikeln oben. Aber ich kann solche Sachen nicht 28-fach auf verschiedene Arten neu auflegen — ich würde mich nur im Kreis drehen.
Für (noch) einen weiteren Blog fehlt mir, wenn ich ehrlich bin, die Zeit. Familie, Studium, Dozententätigkeit, hin und wieder pflegen, ehrenamtliche Tätigkeiten im Elternrat der Bildungseinrichtungen, zwei Katzen — da passt nichts mehr dazwischen, wenn auch noch andere Interessen gepflegt und der Schlaf nicht zu kurz kommen sollen. Ich merke beispielsweise, dass ich das Zweitblog (wahnwogen), welches ich mit einem Freund zusammen schreibe, deutlich vernachlässige. Und auch mein MedizinBlog für die Schüler in der Berufsschule (OP-Klemmchen — ’cause your body is a wonderland) hat schon länger keine neuen Einträge gesehen.
Ergo: Ausweitung der Facetten statt Identitätskrise! Lieber einen Blog pflegen, als 13, die nicht ausreichend betreut werden können, im Portfolio zu haben. Wozu gibt es Schlüsselworte und Kategorien? Wer sucht, der findet, auch wenn ein Blog thematisch vielfältiger ist. Und Namen sind eh nur Schall und Rauch. In diesem Sinne…















