Archiv für 7. Mai 2009

Der HSV führt 1:0 gegen Werder Bremen. Ich habe das wunderschöne Tor von Ivica Olic in der 12. Minute gesehen. So viel Gefühl haben manche nicht in dem Organ, aus welchem zuweilen eine Mödergrube gemacht wird.

Womit wir beim Thema wären: Wer nicht im Stadion weilt, obwohl es im Weltmaßstab nicht mal eine Handbreit entfernt ist von unserem Balkon, der hockt halt vorm Bildschirm. Herz, Liebe, Fußball — die wahre Liebe kann der Fußball sein, aber darauf wollte ich garnicht hinaus. (Zumal die wahre Liebe im Zusammenhang mit Fußball anderswo beheimatet ist.)

Das Kontrastprogramm: Die “schönen Mädchen”, wie mein Ältester immer sagt. Johanna hält den Konsum von “Germany’s Next Topmodel” für “Kickboxen vom Sofa aus”, ich halte es für Hirnfraß, der Pseudo-VIPs produziert, die eine Halbwertzeit von gefühlten 6,3 Sekunden haben. Und das Deutsch dort ist auch nicht immer druckreif. Aber meine heißgeliebte Angetraute verbringt gerne mal einen denkbefreiten Abend mit dieser Sendung.

Unser wunderbarer Flachfernseher in der guten Stube hat eine adäquate Größe, sowohl für Fußball- als auch für moderne Gladiatorinnen-Spiele. Wahre Liebe bedeutet, der Frau die 81,28 cm Bildschirmdiagonale zu überlassen und das zunehmend ruppiger werdende Europapokal-Spiel auf 10 Zoll zu schauen. So, liebe Männer-Kollegen, umschifft man(n) Ehehindernisse.

Dass es inzwischen 1:1 steht, ist zwar ärgerlich, aber durchaus berechtigt. Die “Streifensocken” haben etwas mehr vom Spiel.

“Schmerz tut nicht immer richtig weh.”

[Hamburger SV-Fußballlehrer Martin Jol über das lädierte Schienbein des kroatischen Nationalspielers Mladen Petric, welches im Pokalspiel gegen den SV Werder Bremen vom Defensivmann Naldo mit einem Stollen aufgeschlitzt wurde.]

Schmerz tut also nicht immer richtig weh. Eine interessante Aussage, auch hinsichtlich der Therapie von Schmerzpatienten. Ein neuer Ansatz?
“Nun stellen Sie sich mal nicht so an, Schmerz tut nicht immer richtig weh.” Bisher galt: Schmerz ist, wenn der Betroffene es sagt. Der Niederländer aber geht neue Wege in der psychologischen Betreuung. Meine Eltern haben das früher auch schon gemacht, wenn auch mit anderen Worten: “Eiin Indianer kennt keinen Schmerz.” Abgesehen davon, dass Indianer heute poltisch korrekt als Natives bezeichnet werden: Ich habe in meiner Schulzeit in den USA einige kennengelernt. Schmerz ist dort ebenso bekannt wie in allen anderen Kulturen — ansonsten hätte ein Marterpfahl auch keinen Sinn gehabt, damals, als er noch zum Einsatz kam und nicht nur folkloritisches Beiwerk war.

Eine Parodie des Liedes “7 things” von Miley Cyrus und behandelt gewohnt ruppig und wenig zurückhaltend, aber doch mit Liebe zum Detail Facebooks “25 Things About You“.

Miley Cyrus gibt die Hannah Montana in der gleichnamigen Serie. Zugegeben kein Must-see, aber mit Kindern im Haushalt nahezu unumgängliches Kulturgut.

Mal ehrlich, wir sind zuweilen etwas zu lax im Umgang mit bestimmten Terminussen Termini. Alles ist in den Medien immer gleich ein Skandal, mindestens aber eine Affäre, lange bevor es unumstößlich bewiesen ist. Kaum ist man mal ein wenig traurig, oder meinethalben auch richtig traurig, ist man gleich depressiv. Auch die Wirtschaft kann, wie wir aktuell sehen können, eine Depression haben.

Wer es nie erlebt hat, sei es am eigenen Leib oder zumindest qua beruflicher Tätigkeit, der kannn eine Depression nicht nachvollziehen. Eine echte Depression bedeutet so viel mehr, als Worte manchmal ausdrücken können. Depression ist eine der großen Geißeln unserer Zeit. Auslöser können exogen sein, also von außen einströmend — wie der Verlust des integralen Lebensmittelpunktes beispielsweise. Aber Depressionen können auch endogen bedingt sein; die Ursachen liegen dann in uns.

Sie sollten sich hier mal umsehen, wenn Sie wirklich wissen wollen, was es bedeutet, klinisch diagnostiziert depressiv zu sein. Vermutlich werden Sie dann zukünftig anders mit dem Begriff umgehen.

http://weblog.hundeiker.de/?itemid=1137

In den Kommentaren finden Sie Links zu Einträgen, die ansatzweise versuchen, das Leben damit zu beschreiben. “Aber das gibt das nur unzureichend wieder.” (Zitat des Autors.)

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