Der HSV führt 1:0 gegen Werder Bremen. Ich habe das wunderschöne Tor von Ivica Olic in der 12. Minute gesehen. So viel Gefühl haben manche nicht in dem Organ, aus welchem zuweilen eine Mödergrube gemacht wird.
Womit wir beim Thema wären: Wer nicht im Stadion weilt, obwohl es im Weltmaßstab nicht mal eine Handbreit entfernt ist von unserem Balkon, der hockt halt vorm Bildschirm. Herz, Liebe, Fußball — die wahre Liebe kann der Fußball sein, aber darauf wollte ich garnicht hinaus. (Zumal die wahre Liebe im Zusammenhang mit Fußball anderswo beheimatet ist.)
Das Kontrastprogramm: Die “schönen Mädchen”, wie mein Ältester immer sagt. Johanna hält den Konsum von “Germany’s Next Topmodel” für “Kickboxen vom Sofa aus”, ich halte es für Hirnfraß, der Pseudo-VIPs produziert, die eine Halbwertzeit von gefühlten 6,3 Sekunden haben. Und das Deutsch dort ist auch nicht immer druckreif. Aber meine heißgeliebte Angetraute verbringt gerne mal einen denkbefreiten Abend mit dieser Sendung.
Unser wunderbarer Flachfernseher in der guten Stube hat eine adäquate Größe, sowohl für Fußball- als auch für moderne Gladiatorinnen-Spiele. Wahre Liebe bedeutet, der Frau die 81,28 cm Bildschirmdiagonale zu überlassen und das zunehmend ruppiger werdende Europapokal-Spiel auf 10 Zoll zu schauen. So, liebe Männer-Kollegen, umschifft man(n) Ehehindernisse.
Dass es inzwischen 1:1 steht, ist zwar ärgerlich, aber durchaus berechtigt. Die “Streifensocken” haben etwas mehr vom Spiel.















