Archiv für 26. Mai 2009
Die neuesten Errungenschaften: Stative. (Wie langweilig.)
Ich konnte ein Einbeinstativ (Monostat RS16SK Compact ART) mit einem Kugelkopfstativ Dörr Professional Line F30 gebraucht erstehen. Und endlich habe ich meinen Joby Gorillapod Focus.
Als Verstärkung des klassischen Dreibein-Stativs von Bilora, schon seit bestimmt 20 Jahren im Einsatz, war der Gorillapod schon seit längerer Zeit im Gespräch. Zum Geburtstag gab es dann kürzlich die Edel-Variante, den Gorillapod Focus, der bis zu 5 Kilogramm tragen kann. Es fehlt lediglich ein verstellbarer Kopf, denn der würde das Ausrichten bei der Bildkomposition erheblich erleichtern. (Im Bild ist der Gorillapad übrigens nicht die lange Stange, sondern das — Geisha-Kugeln nicht unähnliche — um die Stange gewundene Gebilde.) 500 Gramm schleppt man mit sich, wenn man es denn mitnimmt, und es lässt sich so ziemlich überall drumschlingen, wenn’s sein muss, auch um den Kopf des Schwiegervaters. (Der dann ein bisschen aussieht wie der Hauptdarsteller des Films “The Man Who Was Attacked by an Octopus Baby” — den Sie vermutlich nicht kennen, denn ich werde ihn erst in einiger Zeit mit Bruce Willis, Reiner Calmund oder einem völlig unbekannten Laiendarsteller im Billebad Bergedorf drehen.) Sehr flexibel, dabei äußerst stabil — Prädikat: Genial!
Der neu erstandene, jedoch gebrauchte Kugelkopf von Dörr lässt sich sehr elegant am Gorillapod befestigen, das Problem mit der Ausrichtung im Raum wäre also gelöst. Bringt 300 Gramm auf die Waage und hat eine Fixierschraube für die Kugelklemmung sowie eine Friktionsschraube. (Die Friktion schränkt den Verstellweg der Feststellschraube ein und verhindert ein unabsichtliches Abkippen der aufgesetzten Kamera bei gelockerter Feststellschraube. Die Gefahr des Abkippens ist bei schwererer Kamera-Objektiv-Kombination natürlich größer, deshalb kann via Friktionsschraube der Kopf an unterschiedliche Gewichte angepasst werden.) Erste Tests erscheinen vielversprechend, die Einstellung geht zügig und ohne zusätzliches Werkzeug über die Bühne.
Das 640 Gramm schwere Einbeinstativ ist nicht aus Carbon oder anderen Leichtgewichten, macht aber einen soliden Eindruck. Die Höhenverstellung bis maximal 143 Zentimeter ist stufenlos durch Drehverschlüsse möglich. Der Gummifuß mit Stabilisator hält auch auf glatten Böden gut, ist breit genung, um nicht im aufgeweichten Boden zu versinken, und lässt sich um 60° zu allen Seiten neigen. Auch hier sind erste Versuche gut verlaufen.
Und wo wir schon mal beim Thema “Stative” sind: Warum Stative so unbeliebt, aber extrem nützlich sind, erörtern die Buxtehuder Fotofreunde nachdrücklich, anschaulich und unterhaltsam.
Eine einfache Milchmädchenrechnung, die die Lehrkraft da aufgerissen hat. Eine neue Quadratur des Kreises, mit jovialem Lächeln unter der Hornbrille hervorgestoßen, nein, vielleicht doch eher geseufzt.
25 minus Jenny = 16
Ohne Hintergedanken, ohne jedwede Anspielungen auf voluminöse Expansionen des femininen Körpers, die es ohnehin nicht gibt.
Möglich, dass die abrasierte Haarpracht Fisselansammlung auf dem Kopf einige Hirnzellen gekostet hat. Der Einwurf aber kam aus dem Plenum. Wie kommt man mit einer 25 Mann und Frau starken Lerngruppe nach Berlin? Indem man auf einen Kopf verzichtet und zwei Acht-Sitzer nimmt.
Kurzerhand Adam Riese herangezogen und Pi mal Daumen überschlagen: 25 minus Jenny = 16. So einfach kann höhere Mathematik sein: Wenn 25 Menschen in drei Acht-Sitzer nicht ganz hineinpassen, einer aber nicht mitfahren mag, dann bleiben (Moment, ich rechne gerade mit dem wissenschaftlichen Taschenrechner) genau 24 Menschen übrig, die in zwei motorgetriebenen Vehikeln à acht Plätzen gemütlich nach Berlin fahren können.
Es wurde auch langsam Zeit, die Mathematik-Reform voran zu treiben. Die Lerngruppe hat sich des Problems angenommen und es konsequent zu Ende gedacht. 25 minus Jenny ergibt nicht 24, sondern 16.
Na denn…
Des Lehrers kahlrasierte Platte, erst vor wenigen Stunden von einem Starfriseur (meiner Wenigkeit) nach allen handwerklichen Regeln der Friseurkunst (Schermaschine und Nassrasur) kreiiert und oben noch vom romantisch-diffusen Licht des Notebook-Bildschirms sanft verhüllt, sieht übrigens bei geringfügiger Beleuchtung besehen so aus: 
















