Artikel-Schlagworte: „Augenblicke“

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Unterwegs im Auto. Die Sonne schiebt sich hinter einer Wolke hervor. Kurz mal rechts ran, die Kamera mobilisiert, und zwei, drei Aufnahmen machen. Eine davon hatte vor dem inneren Qualitätsfilter Bestand — diese hier. Wieder  so ein Moment, den man mitnehmen muss, wenn er sich bietet. Nee, lass mal, kann ich morgen noch machen — das klappt nicht. Ich liebe dieses Bild. Vielleicht auuch, weil ich nicht lange dran geschraubt habe: Simple RAW-Entwicklung mit kleinen Korrekturen hinsichtlich des Kontrastes und der Sättigung.

Neulich hatten unsere Freunde (die mit der Hochzeit, den Schuhen, die nicht für lange Märsche gemacht sind und der Party) Besuch von einer Freundin. Meine Fotos seien irgendwie richtig gut, gab sie zum Besten. Mag ja sein, aber je länger ich mich mit ihnen beschäftige, je mehr sie betrachtet und bearbeitet werden, umso mehr verlieren sie von ihrem Zauber. Zumindest für mich.

Vermutlich sollte man Bilder machen, in einen optimalen Zustand versetzen (durch Anpassung, Beschnitt, Fehlerkorrektur…), und sie hernach für einige Zeit auf einer Festplatte verschwinden lassen. Grabe ich sie dann nämlich wieder aus, wirken sie frisch und unverbraucht. Oder aber ich stelle sie gleich ein, ohne ihnen allzu viel Aufmerksamkeit geschenkt zu haben — das hat einen ähnlichen Effekt. Alles andere verstellt den Blick.

Jemand hat mal gesagt, dass der wahre Lohn des Fotografen von innen kommt — von der Erkenntnis, gerade etwas ganz Besonderes aufgenommen zu haben. Dieses Gefühl der Befriedigung eines ganz besonderen Schusses. (Nun denken Sie doch bitte nicht schon wieder an so einen *Schweinkram*!)

Besondere Fotos aber brauchen geeignete Gelegenheiten. Gestern gab es eine solche: Wir waren zu einer Party geladen, die am Rande übrigens auch mit Schweinkram zu tun hatte, obgleich auf einem hohen Niveau, aber eben auch mit dem Vergnügen der körperlichen Ertüchtigung durch (*SCHWEINKRAM!*) das Schwingen des Tanzbeines im Takt der Musik. Es war schummrig (*SCHWEINKRAM!*), es war heiß (*S…* Sie wissen schon!), und es gab richtig gut abgemischte Musik. Die Illumination nebst Kunstnebel machte wirklich etwas her, und es ergaben sich eine Reihe von guten Fotogelegenheiten.

Und dann dieses Bild:

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Kleine Stativplatte, Kugelkopf drauf, Zeitvorwahl 1/8 Sekunden, und die ISO schrittweise hochgefahren auf 1600. Ein paar Fotos, allesamt nicht schlecht, bis sich diese Gelegenheit ergab. Ich betätigte den Auslöser, nachdem ich mir einige Zeit die Lichtrotation angesehen hatte, genau in dem Moment, den ich für absolut passend hielt. Bumm bumm, eine leichte Frequenzbeschleunigung (die nichts mit *Schweinkram* zu tun hatte), dann gab ich die Kamera der Gastgeberin, um das Bild anzusehen. (Keine Ahnung, warum ich es nicht selbst angesehen habe, vielleicht hatte ich die Befürchtung, es sei nicht so geworden, wie ich erhofft hatte. Aber nein, ich glaube nicht, dass das der Grund war, ich spürte, dass mir ein besonderer Schuss gelungen war.)

Sie besah sich das Bild auf dem Monitor, schweigend, dann ein leises “Sehr geil!”, eher gehaucht als gesprochen. Dann blickte ich auf den Monitor — es war perfekt!

Aus dem RAW-Bild entwickelte ich neben der Farbversion auch eine monochrome, die so daherkommt:

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Beide haben ihre Daseinsberechtigung, beide sind bei Flickr gelandet. Und natürlich freue ich mich über Awards und Gruppeneinladungen und Favoriten-Auswahl, aber die wahre Befriedigung ist eine intrinsische. Eine unglaubliche obendrein.

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Ja, ich weiß, dass man Kran ohne H schreibt. Damals, in den 1870er Jahren, schrieb man es abeer noch so, vielleicht in Anlehnung an den Kran, der den Kahn entleert… Ein Krahn eben.

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Hamburgs Flagge weht über der Speicherstadt. Hamburg kicks ass!

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Die Speicherstadt in Hamburg expandiert. Architektonisch wird das alles andere als ein Einheitsbrei — Diversität am Bau ist die Devise.  Für jedes Projekt gibt es eigene Architektenwettbewerbe. Manchen ist es zu unruhig, aber meines Erachtens ist das der Weg der Zukunft.

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Eine sehr gute Freundin hat geheiratet. Heels sind aber leider nur leidlich bequem und nur bedingt für einen Marsch durch den Hamburger Hafen geeignet.

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Aufgenommen in einer kieferorthopädischen Praxis.

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By Erik Rasmussen
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