Artikel-Schlagworte: „inside geBILDet“
…wenn ich heute mit dem Bloggen aufhörte, diese Lücke würde mich vollständig ersetzen.
Der Konjunktiv weist darauf hin, dass ich es nicht zwangsläufig plane, aber zuweilen denke ich darüber nach. Warum? Es ist, wie es ist, man darf das Bloggen nicht so wichtig nehmen, man darf sich nicht so wichtig nehmen.
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Der Himmel würde niemandem auf den Kopf fallen, das Leben ginge weiter seinen gewohnten Gang.
Nur ein Gedankenspiel, aber es ist, wie es ist. Die Welt käme ohne dieses Blog aus. Über Pfingsten heiraten Freunde von uns, wir sind die Trauzeugen. Möglicherweise gibt es in den nächsten Tagen keine Einträge. Aber hoffentlich ein brauchbares Pfingstfest mit einer gelungenen Hochzeit und einer ebenso gelungenen Familienzusammenführung. Die Familien der Braut und des Bräutigams kennen sich nämlich noch nicht und kommen zu allem Überfluss auch noch aus Ecken der Republik, wie sie konträrer kaum sein könnten: Zum einen aus Schermbeck und Mülheim an der Ruhr, zum anderen aus Chemnitz. Prallen Kulturen aufeinander? Werden sich die Familien vertragen?
Es grünt weiter, aber jetzt mit schwarz als Komplementärfarbe. (Ja, ich weiß, dass Schwarz keine und Grün dementsprechend auch keine komplementäre Farbe ist, aber es sieht ziemlich gut aus zusammen.) In einzelnen Punkten wurde das Design angepasst, Braun ist raus, ein Grauton dafür drin. Boxen, Kommentarbereich und Seitenleisten wurden ebenfalls überarbeitet.
Warum ich jetzt wieder speichern kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Hotline des Hosters wollte sich drum kümmern; vermutlich haben sich genug Leute beschwert. Hauptsache, es funktioniert wieder.
Falls jemand Hechelbach und seine technischen Ergüsse vermisst: Der wollte nur kurz Zigaretten holen — und ist nicht wieder aufgetaucht. Die Schublade wird also momentan nicht bedient.
Schwierigkeiten allerorten. Speicherung nicht möglich, Abbruch mittendrin. Interne Fehler unergründlicher Art.
[Edit] 15.5.09: Versuch macht kluch! Habe es heute aus einer Laune heraus mal wieder versucht, hier zu posten, und sogar der Foto-Upload funktionierte.
Wie fängt man so einen Artikel an? Mit Martins Blogparade bei Kwerfeldein.de? (An der ich aus verschiedenen Gründen nicht teilgenommen habe. Doch dazu später mehr.) Oder doch besser mit Felks subjektiver Sicht auf die paradieren Blogs bei den fotoleuten? Oder vielleicht mit der Frage, wann ein Fotoblog ein Fotoblog ist? (Zitat bei den fotoleuten: “Nicht mal die Frage ist geklärt, ob ein Fotoblog über Fotos und Fotografie berichten muss.“)
Ähnliches trieb mich um in der letzten Zeit. Eine Frage — immerhin! — habe ich vor einiger Zeit für mich geklärt: Ist hier Platz für mehr als Fotos? Darf ein Blog, das als reines Fotoblog gedacht war, mehr als Fotos thematisieren? Warum diese Selbstbeschränkung, schoss es durch meine Hirnwindungen, warum nicht eine Ausweitung? Genau das habe ich gemacht. Vom Foto- zum Kunstblog, mit Zitaten, die nicht an jeder Ecke zu finden sind, garniert mit Darstellungen, wie und mit welchen Mitteln das hier entstanden ist, welche Plugins sich tummeln und wo Schwierigkeiten lagen. Ein Allrounder, wenn man es genau betrachtet, eine eierlegende Wollmilchsau. (Und obschon die Fotografie natürlich nach wie vor eine zentrale Rolle spielt, betrachte ich geBILDet nicht mehr nur als Fotoblog — und habe mich unter anderem deshalb nicht an der Fotoblog-Parade beteiligt.)
Wichtig waren und sind für mich die Hilfestellungen für Anfänger der Fotografie. Übersichtlich, verständlich, effektiv. (Ich hoffe, diesem Anspruch gerecht geworden zu sein. Die Zugriffszahlen sind auf jeden Fall hoch — der Bedarf ist offensichtlich da.)
- Wie arbeiten Blende und Zeit zusammen?
- Welche Auswirkungen haben verschiedene Brennweiten und Kameraeinstellungen auf die Schärfentiefe? Und was genau ist das?
- Was ist der Goldene Schnitt?
- Dazu die kleine Serie über die Landschaftsfotografie ([1], [2], [3], [4].
Mit diesen Themen habe ich mich vor über 20 Jahren befasst, als ich meine erste Canon-Spiegelreflex, die AE-1, in den Händen hielt. Das Netz als dankenswerte Ressource gab es noch nicht, also las ich Fotobücher, um hinter die Geheimnisse zu kommen, belegte einen Kunst-Wahlpflicht-Kurs “Fotografie” — und probierte einfach viel aus. All das, nebst aktuellen Entwicklungen, steckt in den Artikeln oben. Aber ich kann solche Sachen nicht 28-fach auf verschiedene Arten neu auflegen — ich würde mich nur im Kreis drehen.
Für (noch) einen weiteren Blog fehlt mir, wenn ich ehrlich bin, die Zeit. Familie, Studium, Dozententätigkeit, hin und wieder pflegen, ehrenamtliche Tätigkeiten im Elternrat der Bildungseinrichtungen, zwei Katzen — da passt nichts mehr dazwischen, wenn auch noch andere Interessen gepflegt und der Schlaf nicht zu kurz kommen sollen. Ich merke beispielsweise, dass ich das Zweitblog (wahnwogen), welches ich mit einem Freund zusammen schreibe, deutlich vernachlässige. Und auch mein MedizinBlog für die Schüler in der Berufsschule (OP-Klemmchen — ’cause your body is a wonderland) hat schon länger keine neuen Einträge gesehen.
Ergo: Ausweitung der Facetten statt Identitätskrise! Lieber einen Blog pflegen, als 13, die nicht ausreichend betreut werden können, im Portfolio zu haben. Wozu gibt es Schlüsselworte und Kategorien? Wer sucht, der findet, auch wenn ein Blog thematisch vielfältiger ist. Und Namen sind eh nur Schall und Rauch. In diesem Sinne…
… aus dem… ach nein, mein Sohn sagte, dieses Wort dürfe nicht benutzt werden. Recht hat er. Andererseits finden wir das Wort vielfach in der Literatur, auch bei jenen, die unser Bild von der Nation der Dichter und Denker mitbegründet haben.
Bei Johann Wolfgang von Goethe beispielsweise im dritten Aufzug des Schauspiels Götz von Berlichingen: „Er aber, sag’s ihm, er kann mich im Arsche lecken!“. Also doch salonfähig. Eigentlich ist es ja auch scheißegal, irgendwie.
Dieses Attribut trifft nun aber nicht auf die Wahl dieses Blogs als “Blog des Monats” zu. Ganz und garnicht. Eine der geliebten geschätzten geliebten Blog’N'Roll-Mitgliederinnen, Johanna Sez, hat das nämlich so entschieden. Wenn einem mir da nicht die Sonne aus dem Arsch scheint, ja, wann denn dann?
Ist auf jeden Fall einen Sandemann Medium Dry Sherry wert, den ich gerade hinter die Binde kippe genussvoll zu mir nehme. Besondere Momente verdienen das!
Da bedanke ich mich noch einmal mit einem angedeuteten Handkuss in Richtung des Fräulein Sez, die eigentlich ganz anders heißt und neben Johanna noch einige Vornamen ihr eigen nennt (und diese vermutlich in ihrem Schatzkästlein aufbewahrt). Ich möchte diesen Eintrag schließen mit einer ausdrücklichen Lese-Empfehlung: Das Blog von Johanna gehört zu meinen absoluten Favoriten. (Und ich sage das nicht, weil sie geBILDet in den Blogosphären-Adelsstand gehoben hat, sondern weil’s schon genau so hinkommt.)
In diesem (und jedem anderen) Sinne…
Kai, der StyleSpion, rief auf, die Schreibtische herzuzeigen. Nun, da habe ich ein, zwei Probleme: Tatsächlich existiert ein Schreibtisch, aber der ist umbaubedingt ein chaotischer Platz. Allerdings haben wir einen riesigen Tisch im Wohnzimmer, einen Multifunktions-Familien-Tisch. Der Große macht daran seine Hausaufgaben, der Kleine tut zumindest so, weil Vorschüler ja keine Hausaufgaben machen müssen, des Bloggers Frau lernt für ihre berufliche Zusatzqualifikation, und ich bereite meine Uni vor und nach und die Unterrichte in der Berufsschule ebenfalls. Und Bloggen kann ich da natürlich auch ganz vorzüglich.
Die Situation in der warmen Jahreszeit stellt sich allerdings meist gänzlich anders da: Das Leben findet draußen statt. Die akutelle Wetterlage lädt ja nachgerade dazu ein, den Schoßaufsatz an die frische Luft zu befördern. (Und diese Stäbchen, die vorne angezündet werden und die dann durch Sog immer kleiner werden und die viel Geld kosten und impotent machen und Lungenkrebs verursachen und qualmen und stinken, die kann man dabei auch gut verkonsumieren.)
Also gibt es zwei Versionen des Arbeitsplatzes: Einmal die rauchfreie, regen- und windsichere Indoor-Variante
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und die inspirierende, kräftige Sauerstoff- und Feinstpartikel-Inspirationen ermöglichende Outdoorvariante.
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Beide habe ich der Flickr-Gruppe “StyleSpion.de – Zuhause bei Besuchern” hinzugefügt. Beide sind mir ans Herz gewachsen, und mobilen Rechnern sei dank auch in Windeseile, fast in Echtzeit, zu wechseln. (Je nach Witterung, Temperatur und persönlichem Gusto.) Manche Vorhaben lassen sich natürlich nur am ernsthaften Arbeitsplatz realisieren, Scannen beispielsweise, aber prinzipiell brauche ich nur meinen ridikulös kleinen Eee und mich. Allerdings sehe ich der Umgestaltung des dauerhaften Arbeitsplatzes — mit einem etwas neidvollen Blick auf den “Schreibtisch *beta” von Kai — erwartungsschwanger entgegen.
Manchmal ist das so: Man bastelt am Blog herum, das Erscheinungsbild erscheint überholungsbedürftig, und während das ganze Form annimmt, stolpert der nächste Gedanke durch den Hirnkasten: Was macht man mit dem Blog?
Also, damit hier keine Missverständnisse aufkommen: Das Blog an und Pfirsich steht definitiv nicht zur Disposition. Bloggen erfüllt macht Freude, ganz klar. Allerdings gibt es keine Verordnung, die vorschreibt, was man mit seinem Blog zu tun oder zu lassen hat. Zunächst hatte ich “geBILDet” als reines Fotoblog gedacht. Mein vor einigen Jahren eingerichtetes Minimal-Foto-Blog wies (und weist noch immer) Zugriffszahlen auf, die mich echt überraschen. Keine neuen Einträge seit Ende 2007, und trotzdem wurden (und werden) die Tutorials dort rege nachgefragt. (Habe gerade mal dort nachgeschlagen: 86 Zugriffe heute, 82 gestern. Für ein “Stiefkind” nicht so übel.) Folgerichtig habe ich die hier mit hineingeschubst.
Später folgte die Veröffentlichung der Code-Veränderungen. Sicher, eine Kommentar-Explosion ist hier nicht zu vermelden, aber es gab immer mal Email-Nachfragen, wie denn das ein oder andere Feature bewerkstelligt werden kann. Ich bat meinen Jüngsten, eine “Kreatur” zu entwerfen, die als Co-Autor die PHP-/CSS-/HTML-Belange übernehmen sollte. Hechelbach war geboren, die Lebensgeschichte rasch gestrickt. Der Name flitzte mir spontan durch die Hirnwindungen. Erst später realisierte ich, dass es Hechelbach wirklich gibt: Es ist Teil der Marktgemeinde Obernzenn im Landkreis Bad Windsheim/Neustadt an der Aisch, 40 Kilometer von Nürnberg entfernt. Liegt somit in Mittelfranken. Auch gut.
Nun, im Zuge des Re-Designs, stand ich vor der Frage: Ist das alles? Fotos, Tutorials, Codeschnippsel? Ein Sprachblog schwebt mir schon lange im Kopf herum. Ein eigenes Weblog dafür einrichten oder es hier mit hineinpferchen — das war nun die Frage. Kann “geBILDet” das auch abdecken? Ja, es kann. Dass sich der Titel nicht von der größten Tageszeitung Deutschlands ableitet, deren Konsum pro Ausgabe etwa 38 Minuten Lebenszeit vernichtet, sollte allen spätestens dann klar werden, wenn sie in diesem Auftritt herumstöbern. BILD steht in diesem Fall als Synonym für “Foto” und ist durch die Großbuchstaben hervorgehoben. Und, natürlich steht die Boulevardzeitung einem wahrlich “gebildeten” Gesamterlebnis diametral entgegen.
Eine Weile haderte ich mit dem Titel dieses, meines Blogs. Für die Erweiterung der Inhaltspalette und den Blick über den Tellerrand der Fotografie hinaus passt es nun aber irgendwie, zumal Bildung eines der höchsten Güter ist.
Also, auf zu neuen Ufern! Links und rechts des Fotostroms gibt es genügend Plätze, die abgegrast werden können. Und ich verspreche hier eine große Bandbreite. Was genau aus meiner Sicht eine große Bandbreite ist? Die Twitter-Gemeinde, Dieter Bohlen, Eduard Möricke, George W. Bush, Smashing Pumpkins, Shakespeare und Uwe Seeler. Um nur ein paar Beispiele aus der Hosentasche zu kramen.
Ich bin gespannt, was daraus wird. Ach, eines noch: Das Ganze natürlich ohne Anspruch auf irgendwas. Weder möchte ich mir Inhalte anderer zu eigen machen, noch erhebe ich Anspruch auf Vollständigkeit. Es kommt, wie es kommt, und es soll in erster Linie unterhalten, zum Nachdenken anregen oder mit Widerspruch überschüttet werden. Und wenn der ein oder andere Leser für den Smalltalk auf der nächsten Party, das Streitgespräch mit dem Nachbarn oder den Gruß an die Frau Mama etwas findet, das nützlich sein könnte, na, umso besser.
In diesem Sinne…















