Artikel-Schlagworte: „Musik“

Jemand hat mal gesagt, dass der wahre Lohn des Fotografen von innen kommt — von der Erkenntnis, gerade etwas ganz Besonderes aufgenommen zu haben. Dieses Gefühl der Befriedigung eines ganz besonderen Schusses. (Nun denken Sie doch bitte nicht schon wieder an so einen *Schweinkram*!)

Besondere Fotos aber brauchen geeignete Gelegenheiten. Gestern gab es eine solche: Wir waren zu einer Party geladen, die am Rande übrigens auch mit Schweinkram zu tun hatte, obgleich auf einem hohen Niveau, aber eben auch mit dem Vergnügen der körperlichen Ertüchtigung durch (*SCHWEINKRAM!*) das Schwingen des Tanzbeines im Takt der Musik. Es war schummrig (*SCHWEINKRAM!*), es war heiß (*S…* Sie wissen schon!), und es gab richtig gut abgemischte Musik. Die Illumination nebst Kunstnebel machte wirklich etwas her, und es ergaben sich eine Reihe von guten Fotogelegenheiten.

Und dann dieses Bild:

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Kleine Stativplatte, Kugelkopf drauf, Zeitvorwahl 1/8 Sekunden, und die ISO schrittweise hochgefahren auf 1600. Ein paar Fotos, allesamt nicht schlecht, bis sich diese Gelegenheit ergab. Ich betätigte den Auslöser, nachdem ich mir einige Zeit die Lichtrotation angesehen hatte, genau in dem Moment, den ich für absolut passend hielt. Bumm bumm, eine leichte Frequenzbeschleunigung (die nichts mit *Schweinkram* zu tun hatte), dann gab ich die Kamera der Gastgeberin, um das Bild anzusehen. (Keine Ahnung, warum ich es nicht selbst angesehen habe, vielleicht hatte ich die Befürchtung, es sei nicht so geworden, wie ich erhofft hatte. Aber nein, ich glaube nicht, dass das der Grund war, ich spürte, dass mir ein besonderer Schuss gelungen war.)

Sie besah sich das Bild auf dem Monitor, schweigend, dann ein leises “Sehr geil!”, eher gehaucht als gesprochen. Dann blickte ich auf den Monitor — es war perfekt!

Aus dem RAW-Bild entwickelte ich neben der Farbversion auch eine monochrome, die so daherkommt:

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Beide haben ihre Daseinsberechtigung, beide sind bei Flickr gelandet. Und natürlich freue ich mich über Awards und Gruppeneinladungen und Favoriten-Auswahl, aber die wahre Befriedigung ist eine intrinsische. Eine unglaubliche obendrein.

Eine Parodie des Liedes “7 things” von Miley Cyrus und behandelt gewohnt ruppig und wenig zurückhaltend, aber doch mit Liebe zum Detail Facebooks “25 Things About You“.

Miley Cyrus gibt die Hannah Montana in der gleichnamigen Serie. Zugegeben kein Must-see, aber mit Kindern im Haushalt nahezu unumgängliches Kulturgut.

Wir haben im 4. Stock einen russischen Klavierlehrer. Und er gibt Unterricht.

Do – re – mi – fa – sol – la. La – sol – fa -mi – re – do. Do – re – mi – fa – sol – la. La – sol – fa -mi – re – do. Morgens, mittags, abends.

Zugegeben, wenn er selbst, ohne Schüler spielt, ist es ein Traum. Rachmaninov, Tschaikowskij. Aber unser Gehör ist zuweilen sehr selektiv. Ich höre nur

Do – re – mi – fa – sol – la. La – sol – fa -mi – re – do. Do – re – mi – fa – sol – la. La – sol – fa -mi – re – do. Morgens, mittags, abends. Monotonie in der Vorstadt.

Da stelle ich mir eine Frage: Können Klaviere fliegen???

Habe gerade bei Ulf ein wunderschönes Stück Musik gehört. Und das hat mich inspiriert — die Muse hat mich quasi geküsst. Mehrfach und volle Breitseite. Bevor ich nun das Haus verlassen muss, möchte ich hier eines der schönsten Musikstücke einflechten, die ich kenne: Spiegel im Spiegel von Arvo Pärt. Ist eines der Stücke, die spontan Tränen in die Augen treiben können.
Der Ton ist leider etwas leise, das gesamte Musikstück ist ohnehin pianissimo und mesto. Das sollte aber niemanden davon abhalten, sich diesem Stück zu nähern.

Spiegel im Spiegel — Arvo Pärt. Ich wünsche eine angenehme Taschentuchvernichtung!

P.S.: YouTube ist ja eine wirklich schöne Sache. Embed and share. (Vielleicht ein bisschen ramponiert, das Image, von dem verzeckten Streit mit der GEMA.) Aber validen XHTML-Code kriegen die nicht zustande. Alleine 7 (in Worten: SIEBEN !) Fehler produziert das Fitzelchen Code oben. Aber in diesem Fall ist es mir das Wert. So viel für die Code-Puristen unter den Besuchern. (Im Übrigen bin auch ich ein expliziter Anhänger von sauberer Programmierung.)

Midnight ronkers
City slickers
Gunmen and maniacs
All will feature on the freakshow
And I can’t do nothing ’bout that, no
But if you hurt what’s mine
I’ll sure as hell retaliate

[Massive Attack -- Safe from Harm. Album: Blue Lines, 1991. Label: Virgin Records.]

“While we’re standing in the welfare line
Crying in the doorstep of those armies of Salvation
Wasting time, in the unemployment line
Sitting around, waiting for a promotion”

[Tracy Chapman -- Talkin' Bout a Revolution. Elektra Warner, 1988]

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