Artikel-Schlagworte: „NETZosphäre“
Manchmal ist das so: Man liest etwas, es berührt, unterhält, regt auf, regt zum Nachdenken an. Wie auch immer: Es wäre zu schade, nicht beachtet zu werden. Deshalb an dieser Stelle ein paar Fundstücke:
Can’t we now agree torture is illegal and ineffective? | Immer wieder versuchen sich die Folterer im Dienst der USA mit Ausflüchten zwischen “effektiv” und “legal” aus der Affäre zu ziehen. Jay McDonough hat diese leidige Diskussion satt — wie sicherlich viele.
The economic value of honeybees | Wir wissen es eigentlich seit dem “Bee Movie”: Bienen machen, dass die Welt sich dreht. Tatsächlich kann man sich an fünf Fingern abzählen, welche Kreisläufe unterbrochen würden, gäbe es die nach den Gesetzen der Physik eigentlich nicht flugfähigen Insekten nicht. Hier wird ein Blick auf den öknomischen Wert der Bienen geworfen.
The Surprising Consequences of Sleep Deprivation | Schlafen ist gesund — fragen Sie mal meine Frau. (“Ich leg’ mich mal ‘ne Viertelstunde hin.”) Schlafentzug und -mangel hingegen haben durchaus weitreichende Konsequenzen, auf jeden weitreichender als die, dass man schlicht und ergreifend müde ist.
3 Underrated Musicians and Bands | Sie machen auch Musik, nachweislich gute sogar, und kein Schwein kennt Sie? Den hier vorgestellten Musikern geht es ähnlich. Allerdings möchte dieser Artikel das ändern. Clutch? Dax Riggs? Porcupine Tree? Sie mögen ehrliche, handgemachte Musik der nicht ganz seichten Art? Dann sollten Sie hier mal kurz reingrätschen — es gibt auch Musikvideos.
Time Travel: Six Reasons Not to Meet Your Mother | Wer glaubt, es ginge immer so zu wie in “Zurück in die Zukunft”, der irrt. Sollten Sie eine Reise in die Vergangenheit anstreben mit dem Ziel, Ihre Mutter zu treffen, so sprechen einige Argumente dagegen. Und genau die finden Sie in diesem Artikel.
Obama: 100 days, 100 ways | Wie Barack Obama die Welt in 100 Tagen Amtszeit verändert hat — 100 Veränderungen aus allen Lebenslagen.
The Judgment on Vaccines Is In??? | Jim Carrey stellt hier unter Beweis, dass er nicht nur für dumme Grimassen taugt, sondern durchaus seine Denkwarze zu nutzen weiß: Er macht sich Gedanken über den möglichen Zusammenhang von Impfungen und Autismus und fordert angesichts der unklaren Lage und der vergleichsweise hohen Impfrate unabhängige Studien.
Für manchen mag es von Nachteil sein, dass alle Artikel auf Englisch verfasst sind. Lesenswert sind sie allemal.
Christian hat etwas mit mir gemeinsam: Er bloggt, und er tut dies auf einem (ebenfalls weißen) Eee. Nun hat er sich überlegt, über den Dienst Moo Aufkleber anfertigen zu lassen und diese auf der Außenfläche des Mini-Pcs anzubringen. Lustige Idee, obschon ich mich frage, wie das technisch ablaufen soll, die einzelnen Blogs von dort aufzurufen. Den Dienst hat Cindy schon getestet, die Ergebnisse können sich sehen lassen.
Schwierigkeiten ergeben sich womöglich, wenn es gilt, ein griffiges Logo zu entwerfen. Sie kennen alle diese 16 x 16 Pixel kleinen Favicons in der Adresszeile des Browsers respektive in der Favoritenliste. Bei vielen WordPress-Blogs ist das einfach ein W in einem runden Kreis, aber mindestens ebenso viele haben eigene entworfen. Hier bei geBILDet beispielsweise ist es eine grüne Fläche mit braunen Punkten. Entworfen hatte ich das in einem größeren Format,

und inspiriert durch den Artikel habe ich daraus zwei Logos gebastelt: Variante 1

oder Variante 2

Ich werde mal rasch hinhuschen und sehen, ob noch ein Plätzchen frei ist.
“It seems like twittering is just randomly bragging about your unexceptional life.”
[Aus dem Filmchen, das bei Ulf verlinkt ist.]
… aus dem… ach nein, mein Sohn sagte, dieses Wort dürfe nicht benutzt werden. Recht hat er. Andererseits finden wir das Wort vielfach in der Literatur, auch bei jenen, die unser Bild von der Nation der Dichter und Denker mitbegründet haben.
Bei Johann Wolfgang von Goethe beispielsweise im dritten Aufzug des Schauspiels Götz von Berlichingen: „Er aber, sag’s ihm, er kann mich im Arsche lecken!“. Also doch salonfähig. Eigentlich ist es ja auch scheißegal, irgendwie.
Dieses Attribut trifft nun aber nicht auf die Wahl dieses Blogs als “Blog des Monats” zu. Ganz und garnicht. Eine der geliebten geschätzten geliebten Blog’N'Roll-Mitgliederinnen, Johanna Sez, hat das nämlich so entschieden. Wenn einem mir da nicht die Sonne aus dem Arsch scheint, ja, wann denn dann?
Ist auf jeden Fall einen Sandemann Medium Dry Sherry wert, den ich gerade hinter die Binde kippe genussvoll zu mir nehme. Besondere Momente verdienen das!
Da bedanke ich mich noch einmal mit einem angedeuteten Handkuss in Richtung des Fräulein Sez, die eigentlich ganz anders heißt und neben Johanna noch einige Vornamen ihr eigen nennt (und diese vermutlich in ihrem Schatzkästlein aufbewahrt). Ich möchte diesen Eintrag schließen mit einer ausdrücklichen Lese-Empfehlung: Das Blog von Johanna gehört zu meinen absoluten Favoriten. (Und ich sage das nicht, weil sie geBILDet in den Blogosphären-Adelsstand gehoben hat, sondern weil’s schon genau so hinkommt.)
In diesem (und jedem anderen) Sinne…
“Morden ist nicht erlaubt.
Tut es jemand trotzdem, ist das Morden noch immer nicht erlaubt – oder etwa doch?”
[Andreas im SELFTHML-Forum zu der Aussage, dass jemand eine Div-ID im CSS-Text auf einer Seite zweimal verwendet, obwohl dies -- im Gegensatz zur Div-Class -- von den CSS-Spezifikationen her nicht erlaubt ist. Manche Browser stellen die Seite trotzdem dar, was aber nichts an der Tatsche ändert, dass eine solche Kodierung nicht sein darf.]
“Vermutlich lässt sich der Wagen mit Drosselung teurer verkaufen, da für Leute mit dem alten Vierer Führerschein das Angebot sehr knapp ist.
Allerdings werden diese Führerscheinbesitzer auch immer knapper… “
[Elmore in einer Antwort auf die Frage, was mit einem auf 25 km/h gedrosselten Fahrzeug eines betagten Mitbürgers geschehen sollte, der seinerseits der Verknappung von Menschen mit entsprechender Fahrerlaubnis zum Opfer gefallen ist.]
Nein, also wirklich, mit der Beseitigung von Spam hat der Netzospähren-Mensch ja alle Hände voll zu tun. Was für die Löschung von unerwünschten Kommentaren und Mails für eine Lebenszeit vergeudet wird, geht auf keine Kuhhaut. Manches, was zusammengeschustert wird, entbehrt aber wirklich jeder sinnigen Grundlage — inhaltlich wie sprachlich. Akismet hält dem WordPress-Blogger ja einiges vom Halse, glücklicherweise. Heute klebte dieser Hirnfraß im Filter:
awsome post…
check out notgeile nuttencheck die baseline
“Awsome post…” — ja, vielen Dank für die Blumen. Selbst wenn’s ehrlich gemeint wäre: Mein Englisch ist nicht unbedingt schlecht, ich habe einige Zeit in den USA gelebt und meine, mich zu erinnern, dass “Awesome” die krass korrekte Schreibweise ist.
Dann dies: “check out notgeile nutten”. Denglisch par excellence. Nun stellt uns die Übersetzung des Begriffs “Notgeil” fürwahr vor einige Probleme. “Desperately horny” wäre mein Favorit gewesen, so aus der Hüfte geschossen, aber dann machte ich mich auf zur allseits geschätzten Translationskapazität LEO und fand einiges, zumindest in den Diskussionsforen. Zum Beispiel dieses hier:
A German friend, while on enjoying a stint as a ski bum in the Colorado Rockies, found himself having to explain the term notgeil to some American friends. His literal translation was met with such an enthusiastic response, apparently filling a need as it were, that the Coloradans agreed it should be adopted. And so to this day, if you are passing through certain remote corners of Colorado Rockies, you just might hear some ski bum say, “Dude, I am soo emergency horny”.
“Emergency horny” — wenn ich mal einen Porno drehen sollte, was vermutlich nie stattfinden wird, aber man weiß ja nie so genau, dann wird er diesen Titel bekommen. Ein genialer Neologismus. Aber warum übernehmen die Angelsachsen und andere englischsprachige Länder nicht einfach “notgeil”? Ich meine, “Sauerkraut”, “Kindergarten”, “Angst”, “Bratwurst” und “Rucksack” haben ja auch ihren Weg in die englische Sprache gefunden.
Dann jenes, auch bei LEO. Eine freundliche kleine Sammlung von Worten und Phrasen, vor deren Gebrauch zumindest das Einschalten des Hirns empfehlenswert ist:
It depends on whether you want a “proper” term or an “unproper” term. LEO has several proper terms:
salacious
horny
lewd
lascivious
prurient
lustfulImproper?? I don’t know if this is the proper place for such things, but…
He walks around with his dick in his hands.
His brain is in the head of his prick.
If he thought about anything other than sex, he’d forget his name.
Möglicherweise bietet sich der Gebrauch solcher Worte ja mal an. Zwischen den ganzen “Troll”-Arien und -Wortgefechten (Zitat: “Astrein. So geht das also. Jetzt haben die Trolle sich gegenseitig den Thread kaputt gemacht.“) fand ich dann noch:
irredeemably randy
“Hoffnungslos geil”. Na, wenn das mal keine grifffige Nummer ist. Ich empfehle dem Spam-Kommentator (auch als Troll zu bezeichnen), der seine Email mit vladimir.from.ungarn@gmail.com angibt, für zukünftige unpassende Attacken auf an sich harmlose Blogs zumindest eine sorgfälltigere Recherche. Vielleicht sollte dafür diese Seite empfohlen werden.
Ach ja, die Übersetzung von “nutten”, ein Wort, welches im deutschsprachigen Raum normalerweise groß geschrieben wird, ist eher eine Formsache:
moll, bitch (eher abwertend gebraucht), hooker, slut, tart, ho, whore
Da könnte sich “Vladimir von Ungarn” einfach etwas heraussuchen, was nach seinem Gusto ist.
“check die baseline” ist natürlich sprachlich auch kein großer Wurf, aber prinzipiell nicht ungewöhnlicher als “Ey, Alder, du Muschi, konkret krass fett gechillt.”
Also, liebe Spammer, wenn schon Spam, dann bitte richtig. (Gelöscht wird sowieso, weil Cerebralinsuffizienz hier nicht geduldet wird.)















