Artikel-Schlagworte: „Planten & Blomen“
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Australisches Gänseblümchen (Brachyscome iberidifolia), auch Blaues Gänseblümchen genannt. Gehört zur Gattung der Korbblütler (Asteraceae).
Monochrome Bearbeitung nach Freistellung der Blüte.
45mm, 1/125 Sek., f6.3, ISO 100.
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So sieht es jetzt überall auf unseren Balkonen aus. Nee, watt isset schön! Meine Familie liebt Blumen, ganz klar. Gartenmärkte stehen im Moment hoch im Kurs. Pflanzerde mit hohem Guano-Anteil, diverse Jungpflanzen, Aussaat — die Einkaufsliste ist lang, der Fahrradhänger regelmäßig zum Bersten gefüllt.
Mein Ältester, inzwischen lesekompatibel (Sie wissen schon: Zunge zwischen die Zähne geklemmt, Finger aufs Plastik, “G-U-A-N-O… Guano!”), frug mich mitten im Markt, was denn Guano sei.
Es lag mir auf der Zunge, ihm zu antworten: “Guano, ja also, das ist ein feinkörniges Gemenge verschiedener Calciumphosphate, wie Brushit (CaHPO4 · 2 H2O), Monetit (CaHPO4), Whitlockit (Ca9(Mg,Fe)[HPO4/(PO4)6]) sowie verschiedener Apatite und Nitrate und organischer Verbindungen.”
Aber nix da, stattdessen sagte ich: “Vogelkacke, die auf Kalkstein gelandet ist.” Große Augen, dann (vielleicht ein, zwei Ideechen zu laut): “Vogelkacke?”
Ich nickte kurz, er als angehender Biologe wollte es aber genauer wissen — Pinguine, Kormorane, alles klar.
“Die aber nicht, oder?”, fragte er zuhause, auf unseren Brutgast deutend. Nein, die nicht, alleine schon, weil der Gast zwar flüssige Exkremente absondert, es aber in der Gegend an Kalkstein mangelt.
Jetzt mal so unter uns: Das mit den Planten und Blomen kann jeder. Vorausgesetzt, der Daumen ist eher grün als schwarz, aber dann klappt das schon. Unseren Brutgast jedoch können Sie bestimmt nicht toppen.
Vor zwei Jahren bemühte sich eine Ente, sich unseres Blumenkastens zu bemächtigen. Sie legte zwar Eier, aber kam nicht wieder, um ihr Brutgeschäft zu erledigen. Dabei waren wir so rücksichtsvoll, wie eine Familie mit zwei Jungs eben sein kann. Im letzten Jahr kehrte sie zurück, legte wieder Eier und brütete bis zum Optimalpunkt. Die Familie durfte sogar zusehen, wie sich die Küken mit ihren Eizähnen einen Weg durch die Schale ins Leben bahnten. Die Küken nebst Mama wurden zum Fleet gebracht, als sie sich anschickte, die Kleinen vom Balkon zu schubsen. Bei der anschließenden Inspektion des “Brutkastens”, der nach Bauart und Bestimmung ja doch eher ein Blumenkübel ist, entdeckte meine Frau zwei Eier, die nicht im Haufen der Schalen, sondern etwas an den Rand gedrängt lagen. Weil sie aber noch warm waren, bebrütete die Ersatzmutter die Eier weiter. Ein Dekolleté ist nicht nur für die Optik gut, sondern auch als Nest. Aus beiden Eiern schlüpften tatsächlich Küken. Eines war sehr schmächtig und klein, eines hatte einen nach hinten geknickten Kopf. Das schmächtigere wurde Pipsie genannt, eine Entscheidung der Jungs, der Knickhals erhielt den Namen Sternengucker.
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Pipsie starb knapp drei Wochen später, hatte kaum an Gewicht zugelegt und selbst die Handfütterung mit aufgelöstem Kükenkorn in einer Spritze weitgehend verweigert. Sternengucker ist immerhin sechs Wochen alt geworden, hat sein Kükenkorn später sogar selbst gefressen. Die Schwäche des Halses hatte sich zunächst nach hochdosierten Vitamin K-/B-Injektionen gegeben, trat aber wieder auf.
Manche Dinge sind wesentlich leichter zu ertragen, wenn man nicht derjenige ist, dem das Küken hinterher wuselt, an dessen Schulter es schläft und dessen Bart es unentwegt zupft. # Kleine Schreibpause.
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In diesem Jahr ist die Ente wieder da. Und so sitzt sie da, schaut uns zu, wie wir ihr zuschauen, gibt ihr letztes Unterkleid, um ein gutes Brutgeschäft anzuliefern, und wird, wenn wir demnächst früh links erwachen, hoffentlich wieder einen ganzen Haufen Küken um sich geschart haben.
Den größten Gefallen täte sie mir, wenn sie nicht wieder zwei Eier zurückließe. Und der Ausschnitt meine Frau nicht noch einmal als Brutplatz herhalten und ich nicht erneut meine emotionale Integrität riskieren müsste. (@ Johanna: Was macht das eigentlich für einen Eindruck, wenn Männer bei der Tierärztin stehen und ein Entenküken beweinen?)
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45mm, 1/160 Sek., f8, ISO 640, Aufhellblitz.
Johanniskraut. Brennweite 45mm, 1/80 Sek, f8, ISO 100, Nahlinse +10dpt, Aufhellblitz
Die Staubbeutel der Johanniskraut-Blüte sind deutlich freigestellt, also aus der unscharfen Umgebung gelöst. Der Blick wird so automatisch gelenkt. Dieser minimale Schärfebereich wurde durch Verwendung einer Nahlinse erreicht, die den Aufnahmeabstand zur etwa 5 cm großen Blüte auf knappe 10 cm reduziert hat.
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