Archiv für die Kategorie „MEISTERhaft“
Der Tagesspiegel hat eine Fotostrecke mit 21 Bildern des Sony World Photography Award veröffentlicht. Bilder von Profi- und Amateurfotografen aus verschiedenen Bereichen.
Meine Favoriten? Schwierig: Schlecht ist keines der Fotos. Generell mag ich die monochromen Bilder immer wieder gern.
Ich versuch’s mal: Meine Top 6 (ohne Wertung der Plätze 1 bis 6):
Sieger in der Kategorie der Amateur-Fotografen, “Fotokunst – Architektur” – © David Watts
»Aus Liebe zum Spiel: eine Köchin, Putzfrau, Mutter … und offensive Mittelfeldspielerin« — “Aktionspreis” der Jury – © Sarah Ahmad, Amateurfotografin aus Pakistan
Sieger in der Kategorie der Amateurfotografen, “Fotokunst – Konzeptkunst und Bildende Kunst” – © Vladimir Melnik
Sieger in der Kategorie der Profi-Fotografen, “Kommerzielle Fotografie – Werbung” – © Dustin Humphrey
Sieger in der Kategorie der Amateure, “Fotokunst – Porträts” – © Claire Martin
Sieger in der Kategorie der Profifotografen, “Fotojournalismus und Dokumentarfotografie – Zeitgeschehen” – © Wojciech Grzedzinski
Wie fast alles im Leben, ist diese Auswahl ausgesprochen subjektiv. Nachdem ich mich (selbstbeschränkt — niemand stand mit gezückter Waffe vor mir und hat mich in irgendeiner Weise dazu gezwungen!) irgendwie aus dem Bauch heraus auf sechs Bilder festgelegt und den Eintrag hier so weit fertig hatte, blätterte ich die Fotostrecke noch mal durch — und hätte einige andere ebenfalls in den Stand der Top 6 erheben können. Bemerkenswert war für mich: Fünf der sechs Bilder sind monochrome Aufnahmen, alle sechs zeigen Portraits, vier Bilder sind von Amateuren aufgenommen worden, nur zwei von Profifotografen.
Darf ich noch ein siebtes Bild angeben, welches mir ebenfalls immer wieder ins Auge gesprungen ist?
Sieger in der Kategorie der Profifotografen, “Fotokunst – Porträts” – © Roderik Henderson.
Und wieder ein Portrait. Warum ich keine Portraits veröffentliche? Weil ich meine Kinder ungern ins Netz stelle (und wenn, dann von hinten oder als Silhouette), von meiner Frau nur auszugsweise Bilder präsentiere (wie hier oder hier), und meine Familie auch lieber von der Rückseite präsentiere. Nicht etwa, weil die so furchtbar hässlich sind, im Gegenteil, aber einerseits zeige ich nur die Fotos, die freigegeben werden, und andererseits halte ich Portraits weitgehend für Privatsache. Die Veröffentlichung von Street shots, von denen ich einige habe, scheiterte bisher daran, dass ich das Modell nicht zu fassen bekam und somit auch keinen Model release-Vertrag machen konnte.
Kurz und knapp heute, die Bilder sprechen für sich: Das Smithsonian Magazine veranstaltet wieder die Leserwahl beim Foto-Wettbewerb. Einfach mal hinklicken, die Auswahl ist schon schwer genug. Tolle Bilder. (Und ich verkaufe meine Kamera, glaube ich.)
Zum Vorglühen mal ein Screenshot mit einigen der Kandidaten.
Man sehe sich mal dieses an… herrje, ich glaube, ich verschenke meine Kamera und trete einem Strickclub bei. *GRÜNVORNEID* Eine Sahenschnitte von einem Bild!
Auszeichnung für ein zwangsgeräumtes Haus — der Amerikaner Suau hat das Pressefoto das Jahres aufgenommen.
Unter dieser Adresse können sich alle Fotografen, die einen Account bei TWITTER haben, in eine Linkliste eintragen. Bin selbst ein Twitter-Novize, wie er in keinem Buche steht, aber der Sinn des Netzes ist (zumindest seh ich das so) die Kommunikation, die Vernetzung. Warum sonst schießen Blogs und Foren wie Bananenstauden aus dem Apfelbaum? (Das war irgendwie anders… ich denke drüber nach und komme im Zweifels Klarheitsfall noch mal rein.)
Hinhuschen, eintragen, und dann (O-Ton Olaf Bathke):
- Schaut in die Liste und folgt, wem ihr folgen wollt.
- Seid offen für neue Fotografen, die uns folgen wollen.
- Folgt,folgt,folgt…
Ach, und fotografieren kann der Mann nebenbei auch ganz ausgezeichnet.

Nick Cobbing Photography
Nick Cobbing, britischer Fotograf. Optisch sehr beeindruckende Seite, Fotos nicht minder hochwertig. In Geschichten, in Berichten über Grönland und das Eis und in den “Shorts” erzählt Cobbing tatsächlich — mit dem Ausdrucksmittel der Fotografie. Über Tibet zum Beispiel, über das Lernen in Kenia. Das Meer scheint es ihm sehr angetan zu haben — “The Watch Keeper” zeigt die maritime Welt mit den Augen eines Ausgucks. Und Grönland und das Eis, immer wieder Wasser und Eis. Ach, und wer sich bei Cobbing nur in fernen Ländern wähnt: Die englische Ländlichkeit wird auch portraitiert.
Das Fotohandy (wer zum Geier hat sich den Begriff Handy eigentlich ausgedacht?) mausert sich zusehends — und mit ihm die Qualität der Fotografien. Eine Seite möchte ich daher nicht vorenthalten: Robert Clark, ein Fotograf aus Brooklyn, stellt unter Robert Clark Photography — Brooklyn, New York 2007 hervoragende Beispiele für den gekonnten Umgang mit Mobiltelefonen mit Fotofunktion aus. Sehr sehenswert. Gilt nicht nur für die Fotos — auch die Seite selbst ist erstklassig.
















