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Walmord auf den Färöer-Inseln | Quelle: http://www.openpr.de/news/149380/Wal-und-Delfinschutzaktivisten-planen-gemeinsame-Aktionen-Ex-Greenpeace-Mitbegruender-Paul-Watson-im-WDSF.html Neulich erst schrieb ich einen Artikel über Ethik. Was vor den Faröer-Inseln, einer unabhängigen Nation innerhalb des Königreichs Dänemark, passiert, lässt sich mit Worten nicht beschreiben, mit dem Verstand nicht fassen. Und es zeigt, was dem Menschen als schlimmsten aller Tiere einfällt.

“Stop the Atrocitiy” — Stoppt die Grausamkeit. Jörg Leichtfried aus der sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament hat eine Anfrage an die Kommission gestartet:

Seit Jahren werden im EU-Land Dänemark Pilotwale, Schnabelwale sowie Delfine auf schändlichste Weise gequält und getötet. Dies geschieht vor allem auf den Färöer-Inseln, unter dem Deckmantel einer Wikinger-Tradition. Oft werden hunderte Exemplare in eine Bucht gelockt und bei lebendigem Leibe aufgeschlitzt, sodass sie langsam verbluten. Damit werden ganze Familien umgebracht, was auch den Genpool dieser Arten massiv gefährdet.
Die Färöer-Inseln gehören zum Königreich Dänemark und werden von diesem subventioniert, anstatt dem Massaker Einhalt zu gebieten. Obwohl die Inselbewohner Dänen sind und unter dänischer Flagge leben, verweist Dänemark auf die Selbstverwaltung und kulturelle Eigenständigkeit der Inseln. Es handle sich nicht um ein EU-Land und es sei daher nicht als solches zu behandeln!

Gänzlich unbekannt scheint demnach die Problematik nicht zu sein. Die Antwort vom 3.3.2009, ebenfalls in seinem Blog zu finden, fällt leider nicht so aus, wie man es sich wünschen würde:

Die Jagd auf Pilotwale ist von der IWC jedoch leider nicht geregelt, da es bis heute noch keine Einigung über die Zuständigkeit der IWC für Kleinwale gibt. Angesichts der derzeitigen Diskussionen über die Zukunft der IWC hofft die Kommission jedoch, dass die EU und andere Parteien der IWC künftig auch die Problematik bei Kleinwalen werden ansprechen können.

Steigt man in die Problematik ein, finden sich einige Seiten im Netz, die sich mit damit beschäftigen. Zwei Seiten möchte ich stellvertretend erwähnen: OpenPr (von dort stammt auch das Bild oben) berichtet, dass Paul Watson, der Greenpeace einst mitbegründet hat, in diesem Jahr mit nderen Aktivisten Aktionen gegen das Walschlachten plant. Auf der Seite “Meeresakrobaten” werden auch weitere Links zum Thema angeboten. Der letzte Link in der Liste funktioniert so nicht, aber hier kommt man zum Artikel “Grindwaljagd auf den Färöer Inseln – Zwischen Barbarei und Tradition” auf Polarblog.de.
Und: Möglicherweise bestimmt bringt es nicht allzu viel, wenn man eine Protestnote an den Ministerpräsideanten der Färöer richtet, aber immerhin findet so die berechtigte Wut den richtigen Kanal:
Die Email von Jóannes Eidesgaard, den Ministerpräsidenten der Färöer Inseln: info@tinganes.fo.

Warum werden dort eigentlich massenhaft Kleinwale und Delfine* in Volksfeststimmung im Beisein und unter Beteiligung von Kindern abeschlachtet?

Aus einer Wikinger-Tradition heraus werden noch heute Wale abgeschlachtet, obschon das keine notwendige Nahrungsquelle mehr darstellt. Im kulturellen Bewusstsein der Färinger fehlt eine Ethik, die das Abschlachten der Wale ächtet. Tradition geht vor, Kindern wird das so vorgelebt. Der Fang wird dann unter allen aufgeteilt, um den Zusammenhalt und die Färinger Identität zu stärken**.

Einige Kulturen haben im Zuge der sicheren Versorgung mit Nahrungsmitteln und des gesellschaftlichen Wandels Traditionen aufgegeben, hier aber leben sie weiter, werden gehegt und gepflegt. Allerdings machen sich einige schon Sorgen um das Image der Inselgruppe. Für die Augen der übrigen Welt wirkt das nur barbarisch, aber wie so oft im Leben unterliegen ethische Bewertungen dem Auge des Betrachters. Auch Walfangnationen wie Japan oder Norwegen empfinden ihr Tun nicht als Verbrechen an der Natur und finden immer wieder Ausflüchte zwischen Tradition und Wissenschaft.

In den Kommentaren das Artikels “Stop the Atrocity” finden sich Beiträge wie:

You caint call people who do this animals because animals are not cruel like humans. Humans are at the bottom of the chain of living creatures and all life entities. [Ragan]

I’m about to cry. [Cuddlebones]

This is awful, heart breaking and so unethical. [...] We have a serious problem on this planet with our ethics, treatment and perspective around animals. From factory farming practices to the whale, dolphin and seal slaughters around the world — it is all wrong.
Where are our ethics? Where is the humane treatment? How can we expect to create a better world for people when we don’t treat other life with any respect? [Jefftego]

Was bleibt, ist ungläubiges Kopfschütteln und Fassungslosigkeit angesichts solcher Praktiken. Und die Frage nach einer umgesetzten, gelebten Umweltethik. Reissen Löwen in Afrika Rinder und Ziegen von Stämmen, die immer weiter ins Revier der Großkatzen vordringen, werden sie als Gefahr bekämpft. Übergriffe von Wölfen oder Bären beispielsweise, deren Lebensräume durch die expandierende Menschheit ebenfalls immer weiter eingeschränkt werden, führen zu Diskussionen über Abschussgenehmigungen. Solche Tiere sind dann eben “Problembären” oder “Problemwölfe”. Wir neigen dazu, uns die Welt so zu gestalten, wie es uns genehm ist. Selbsternannt bezeichnen wir uns als Krönung der Schöpfung. Kein Tier, das diesen Namen verdient, tötet zum Spaß oder zur persönlichen Erbauung. Wir aber glauben, wie die Axt im Walde vorgehen zu dürfen.

Der Planet wäre im Gleichgewicht, wenn es uns mit dieser Einstellung nicht gäbe. Das Aussterben einer Tier- oder Pflanzenart bedeutet nicht nur, dass es eine Spezies weniger gibt, die Sauerstoff respektive Kohlendioxid verstoffwechselt. Arten haben ihren Platz in einem Gefüge, das viel umfangreicher und komplexer ist. Das Sterben der einen führt zum mindestens drohenden Sterben anderer Arten, weil Nahrungsketten unterbrochen werden. Arten haben über sich selbst hinaus eine Bedeutung für Kreisläufe.

Wie genau sieht unser Beitrag dazu aus? Was würde sich ändern, wenn wir von heute auf morgen nicht mehr hier wären? Diese Frage möge sich jeder selbst stellen… aber das Spektrum möglicher Antworten kann aus einem Pool einer nahezu leeren Menge schöpfen.

Jemand hat mal behauptet, Humanoide seien die Krönung der Schöpfung, weil unser Denkorgan am weitesten entwickelt ist. Den fortgeschrittenen Entwicklungsstand unseres Gehirns können wir nicht wegdiskutieren. Alleine deshalb drängt sich die Frage auf, warum wir es dann nicht einschalten und benutzen.

Letztlich ist es ja so: Im Rahmen der Evolution müssen Arten gehen, dafür kommen auch wieder neue hinzu. Der Evolution ist es egal, wer auf diesem Planeten Kohlendioxid verstoffwechselt oder Sauerstoff verbraucht — Hauptsache, alles ist in einem Gleichgewicht. Aber nur wir, die ach so über allem anderen Leben stehenden Humanoiden, sägen den Ast ab, auf dem wir alle sitzen. Mit wachsender Begeisterung und sehenden Auges.

Keine andere Lebensform käme auf die Idee, die lebenswichtige Umgebung so zu verändern, dass sie nicht mehr diesen Zweck erfüllen kann. Das ist dumm, das ist borniert, das ist ignorant und selbstzerstörerisch. Aber wer außer uns denkt auch in Kategorien wie “Gewinnmaximierung” oder “Renditesteigerung”?

Diese Cree-Weisheit ist alt, oft zitiert, fast schon abgenutzt — aber sie ist verdammt wahr, nach wie vor:

Erst wenn der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen ist,
werdet ihr feststellen,
dass man Geld nicht essen kann!

Ergänzung:
Soeben ist ein neuer Kommentar hinzugekommen. Der Autor wirft dem Artikel einen Bias vor, eine Befangenheit hinsichtlich der Ziele, wohl in Unkennntnis der Traditionen der Färöer-Inseln. Er argumentiert, dass jeder das Töten der Wale von jedem beobachtet, festgehalten und diskutiert werden. Dort steht:

Being humans, i would suspect that by killing animals in this way gives the individuals involved a sense of profound mortality with an awe and reverence for nature that you are probably incapable of imagining.

Und weiter:

I think they’re disgusting for doing this, but on the other hand, i recognize that I am not one to judge. For once, these people are not living in the same prepackaged, sterile world as you, and a glimpse of that scares you so much because you realize how awfully empty, meaningless, and mundane your life in this experience-devoid society we live in really is. Tap those fucking keyboards in misdirected anger now, you tedious, stumbling hypocrites.

Dazu möge sich jeder seine eigenen Gedanken machen. Kriege, Töten in staatlichem Auftrag — auch hier gibt es Traditionen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Reflexion, die Bewertung vor einem ethischen Hintergrund. Und vor diesem Hintergrund wird das Massaker an den Kleinwalen nicht besser. Ist es wirklich nicht an uns, solche Praktiken bewerten zu können, nur weil wir in einem anderen Umfeld leben? Mit Verlaub, mit solchen Argumenten könnten wir auch dem Treiben im Sudan tatenlos zusehen.

Und im Kommentar steht:

And yet, with your haughty, privileged supposedly civilized values, you see red tides in some tiny little foreign island where a bunch of locals who have never done anything to you engage in a tradition (and you have no idea how willingly they engage in this either, btw; it could be that kids who don’t are ostracized by their communities and peers) that bares far more organicity to it than any profiteer driven animal slaughters, and it tugs your naive heart strings.

Profitgetriebene Tierschlachterei — auch das ist kein duldbarer Zustand, Zustände beim Transport der Tiere und die Massentierhaltung unter Einsatz von chemischen Keulen sind ebenso verdammungswürdig. (Deshalb essen wir selten Fleisch, und wenn, dann stammt es vom Bauern um die Ecke, den wir in Allermöhe als ländlichem Teil Hamburgs glücklicherweise in mehrfacher Ausführung haben.)

* Ich weiß, Delfine stellen mit 40 Arten die größte Gruppe unter den Walen.

** Zu allem Überfluss sind die Meeressäuger nicht mehr zum Verzehr geeignet — ihre Belastung mit Schadstoffen ist zu hoch. Tradition hin oder her — die Tatsache, dass die Tiere nicht einmal im Sinne der Tradition, die der Jagd zugrunde liegt, verwertet werden können, macht die Sache nicht besser.

Habe gerade bei Ulf ein wunderschönes Stück Musik gehört. Und das hat mich inspiriert — die Muse hat mich quasi geküsst. Mehrfach und volle Breitseite. Bevor ich nun das Haus verlassen muss, möchte ich hier eines der schönsten Musikstücke einflechten, die ich kenne: Spiegel im Spiegel von Arvo Pärt. Ist eines der Stücke, die spontan Tränen in die Augen treiben können.
Der Ton ist leider etwas leise, das gesamte Musikstück ist ohnehin pianissimo und mesto. Das sollte aber niemanden davon abhalten, sich diesem Stück zu nähern.

Spiegel im Spiegel — Arvo Pärt. Ich wünsche eine angenehme Taschentuchvernichtung!

P.S.: YouTube ist ja eine wirklich schöne Sache. Embed and share. (Vielleicht ein bisschen ramponiert, das Image, von dem verzeckten Streit mit der GEMA.) Aber validen XHTML-Code kriegen die nicht zustande. Alleine 7 (in Worten: SIEBEN !) Fehler produziert das Fitzelchen Code oben. Aber in diesem Fall ist es mir das Wert. So viel für die Code-Puristen unter den Besuchern. (Im Übrigen bin auch ich ein expliziter Anhänger von sauberer Programmierung.)

Winkelzüge und Kniffe

  • Um sich nicht über einen total missratenen Weißabgleich zu ärgern, ist es ratsam, im sog. RAW-Modus zu fotografieren. (Dies allerdings ist immer ratsam, nicht nur in der Landschaftsfotografie!)
  • Bei hohen ISO-Zahlen, also hochempfindlichen Filmen bzw. einer entsprechenden Einstellung an der Digitalkamera ist mit Grobkörnigkeit und verrauschten Bildern zu rechnen.
  • Die Verwendung eines Stativs ist Pflicht. Es schützt vor Erschütterungen bei längeren Verschlusszeiten und sorgt so für durchgehend scharfe Aufnahmen. Steht das gerade gut geschützt daheim, während man unterwegs ein Bild aufnehmen möchte, kann die Kamera auch irgendwo aufgelegt oder angelehnt werden. Brückengeländer, flache Felsen, irgendetwas lässt sich bestimmt finden.
  • Nahaufnahmen mit Weitwinkel können regelmäßige Muster in Baumbeständen hervorheben.
  • Eine lange Brennweite (Tele) kann Vordergründe betonen, indem der Hintergrund komprimiert wird.
  • Dreht man die Kamera leicht zur Seite, können Bildausschnitte ausgegrenzt oder neue Details einbezogen werden.
  • Einzelbäume oder Baumgrupen können strukturierend durch das Bild führen. Gleiches gilt für Traktorspuren, Flussläufe oder Wege.
  • Bei einer Sequenz von Bildern auf variierende Vordergrunddetails achten. Immer dasselbe Ding am selben Platz wirkt schnell langweilig. Man kann auch versuchen, den Vordergrund perspektivisch oder in der Schärfe zu verändern, wenn die Auswahl an möglichen Details, die stattdessen herangezogen werden können, begrenzt ist. Auch hier gilt: Mutig sein! Ausprobieren!
  • Gegenlichtblende verwenden, vor allem an sonnigen Tagen, um das Streu- und Reflexlicht auszuschalten. Ansonsten kann es zur Kontrastverringerung und somit zu einem flauen Schleier-Effekt kommen.
  • Bei Aufnahmen aus dem fahrenden Fahrzeug sollte der Teil der Landsschaft aufgenommen werden, der möglichst weit entfernt liegt und somit nicht so schnell vorbei zieht. Unbedingt auf Bäume, andere Fahrzeuge (vor allem Laster und Busse), Strommasten u.ä. achten, die dann das Motiv ganz oder teilweise verdecken. Nähere Objekte, die dann natürlich schneller vorbeiziehen, sollten mit einer schnellen Verschlusszeit 1/2000 Sek. abgelichtet werden; dafür ggf. die ISO-Zahl entsprechend angepassen.

Noch ein paar Ideen “off topic”

� Ein mittig platziertes Motiv, das an sich zwar ruhig und symmetrisch, aber eben auch langweilig und statisch wirkt, kann durch schräg verlaufende Strukturen wie Äste, die von einer der Bildecken in die Mitte ziehen, an Spannung gewinnen. Überhaupt sind Diagonalen im Bild unglaublich wichtig für den Bildaufbau.
Große Flächen wirken interessanter, wenn sie in sich strukturiert sind (Getreidefeld…). Große freie Flächen finden ein Gegengewicht bereits in einem kleinen kontrastierenden Punkt.
� Etwas Unschärfe im Vordergrund (Stein, Busch…) bringt Leben ins Bild, das an räumlicher Tiefe gewinnt.
Weitwinkel Öffnen den Raum (Achtung! Gefahr der tonnenförmigen Verzeichnung), mit einem Tele wird der Hintergrund verdichtet.
� Manchmal reicht es, mit der Kamera einige Schritte zur Seite zu gehen, um einen besseren Blickwinkel ohne störende Vorder- oder Hintergründe zu haben. So lässt sich z.B. ein Verkehrsschild hinter einem Baumstamm verstecken.

Die Kamera scheint bei vielen Fotografen wie festgeklebt im Querformat (das Querformat ist die klassische Darstellung von Landschaftsbildern und bringt die Weite gut zur Geltung). Dabei verschenken wir aber viele Möglichkeiten: Hochformatige Motive wie Einzelblüten oder eine Rakete sind im Hochformat besser darstellbar. Schmale hohe und langgestreckte Bilder leben von der Beschneidung und der Reduktion auf das Wesentliche. Das Hochformat ist dynamisch und unterstreicht den Aufwärtsdrang, kann aber auch grazil wirken.
Aber auch schräge Bilder sind denkbar, um die Dynamik des Augenblicks einzufangen.
Generell gilt: Je größer das Motiv abgebildet ist, desto besser ist die Wirkung. Ist das Bild zu klein, geht die Wirkung unter. Das Format kann dem jeweiligen Motiv angepasst werden und ein Bild so verdichten.

Natürlich lassen sich im Nachhinein auch noch ungewöhnliche Formate realisieren, so etwa das Iso-Format (mit einem Seitenverhältnis von 1:1). In so einem quadratischen Bild fehlt oft die Spannung, es wirkt eher ruhig, unaufdringlich und ebenmäßig und ist daher vor allem für Motive mit solchen Eigenschaften geeignet. Plant man so etwas, muss man quadratisch denken, auf eine strenge Raumaufteilung achten und Beschneidungen einkalkulieren.

Das Deutsch war auch schon mal besser, aber OK… “Wir machen ein PNG transparent” kann ja jeder. Wie  dem auch sei: Mein guter Freund und Nachbar von schräg übern Fleet saß verzweifelt vorm Mac, seine Hochzeit steht an, und für die Einladung  brauchte er ein transparentes PNG. Genauer: Der Hintergrund sollte transparent sein.

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Vogel statt Frosch — Bilder von oben

Fotos wie auf einer Modelleisenbahn: Von oben eröffnen sich neue Perspektiven. Nun ist es leichter, zum Frosch zu werden als zum Vogel, aber wenn wir im Flugzeug sitzen, bieten sich Fotos geradezu an. Ansonsten funktioniert das auch von Brücken, Bergen, Hochhäusern u.ä. hinunter. Dabei sollte ein Detail verdeutlichen, von wo das Bild entstanden ist: Brückenpfeiler, Hausfronten oder eine Tragfläche. Im Gebirge bieten sich Hütten, Felsformationen oder Bäume in der Nähe an.

Die Tiefe des Raums

Wo das Hauptmotiv letztendlich sich befindet, ist eigentlich egal, solange der Betrachter hingeführt wird. Ja, es kann sogar im Hintergrund stehen. Gerade mit einem Weitwinkelobjektiv kann man da allerhand machen: Der Betrachter wird in das Bild hineingesogen, wenn Häuserfronten sich kafkaesk nach hinten verengen oder eine Straße sich schienbar im Hintergund auflöst, weil die Straßenränder einem weit entfernten Punkt zustreben. Bei Motiven, welche die gleiche Größe haben, funktioniert das mit der räumlichen Tiefe auch ganz hervorragend: Eine Reihe parkender Autos zum Beispiel, die schräg hintereinander im Bild positioniert werden, erzeugt räumliche Tiefe, weil sie immer kleiner zu werden scheinen.

Weiter entfernte Objekte sind weniger gut zu erkennen und damit weniger detailreich. Auch dieser Effekt gibt einem Bild räumliche Tiefe.

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